FS KKR muss seine Bilanz neu sortieren. Eine von JPMorgan geführte Bankengruppe kürzt die Kreditlinie, während KKR mit Kapital, Gebührenverzicht und Aktienkäufen gegensteuert. Der Auslöser ist ein schwaches Quartal mit mehr Problemkrediten. Für die Aktie kommt das nach einem harten Jahr.
Der Kurs schloss am Freitag bei 9,51 Euro. Seit Jahresanfang liegt die Aktie 25,44 Prozent im Minus, auf Zwölfmonatssicht fast 49,96 Prozent.
Kreditlinie wird kleiner
Die Banken senken die Zusagen für die vorrangig besicherte revolvierende Kreditfazilität von 4,7 auf rund 4,05 Milliarden Dollar. Der Einschnitt summiert sich auf 648 Millionen Dollar.
Auch die Bedingungen ändern sich. Die Mindestschwelle für das Eigenkapital sinkt auf 3,75 Milliarden Dollar, nach zuvor rund 5,05 Milliarden Dollar.
Für weiter finanzierende Banken steigt die Marge auf eine Spanne von 0,775 bis 1,9 Prozent. Das verteuert den Zugang zu Liquidität und zeigt, wie stark die Kreditgeber auf die schwächere Bilanz reagieren.
Nach der Anpassung beziffert FS KKR die Pro-forma-Liquidität per 31. März 2026 auf 2,3 Milliarden Dollar. Darin stecken ungezogene Kreditkapazität, Barmittel und Nettoforderungen aus offenen Handelsgeschäften.
Problemkredite drücken das Quartal
FS KKR meldete für das März-Quartal einen Verlust von 1,57 Dollar je Aktie. Im Vorquartal hatte das Minus bei 0,41 Dollar gelegen.
Das Nettoanlageergebnis sank auf 0,42 Dollar je Aktie. Analysten hatten 0,44 Dollar erwartet.
Auch der Substanzwert gab nach. Der Nettoinventarwert fiel auf 18,83 Dollar je Aktie, nach 20,89 Dollar zum Jahresende.
Besonders kritisch sind Kredite an den Softwareanbieter Medallia und den Dentaldienstleister Affordable Care. Beide zahlen keine Zinsen mehr.
Der Anteil nicht verzinster Investments stieg auf Kostenbasis von 5,5 auf 8,1 Prozent. Die Rendite der weiter laufenden Kreditinvestments fiel auf 9,7 Prozent.
KKR greift ein
KKR Alternative Assets vereinbarte den Kauf von 150 Millionen Dollar an neu ausgegebenen kumulativen wandelbaren Vorzugsaktien. Damit fließt FS KKR direkt frisches Kapital zu.
Die Papiere haben einen Liquidationswert von 25,00 Dollar je Aktie und zahlen anfangs 5,00 Prozent Dividende pro Jahr. Eine Wandlung ist nach sechs Monaten möglich. Der anfängliche Wandlungspreis liegt bei 18,83 Dollar.
Eine KKR-Tochter kündigte außerdem ein Kaufangebot für Stammaktien bis zu 150 Millionen Dollar an. Der feste Angebotspreis liegt bei 11,00 Dollar je Aktie, das Angebot soll am 9. Juni 2026 auslaufen.
Der Verwaltungsrat unterstützt den Start des Angebots, gibt aber keine Empfehlung ab. Parallel dazu verzichtet KKR ab dem laufenden Quartal auf seinen Anteil an der nachrangigen erfolgsabhängigen Gebühr.
Dieser Verzicht betrifft den Teil von KKR, der die Hälfte der gesamten nachrangigen Erfolgsgebühr ausmacht. Das soll das Nettoanlageergebnis und damit die Ausschüttungsfähigkeit stützen.
Der Verwaltungsrat autorisierte außerdem ein Rückkaufprogramm über 300 Millionen Dollar. Es soll nach Ablauf des Kaufangebots starten und kann über den Markt, über weitere Angebote oder privat verhandelte Käufe laufen.
Für das laufende Quartal ist eine Dividende von 0,42 Dollar je Aktie angekündigt. Als Auszahlungstermin nennt das Unternehmen den 2. Juli 2026; Stichtag ist der 17. Juni 2026.
Der Plan für die nächsten anderthalb Jahre ist klar: FS KKR will das Portfolio drehen und die Bilanz verkleinern. Rund 90 Prozent der Verbindlichkeiten werden erst ab 2028 fällig. Das gibt Zeit, die Problemkredite abzubauen und den Nettoinventarwert zu stabilisieren.
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