FS KKR Capital Aktie: 15-Prozent-Crash nach Dividendenkürzung

Mehrere US-Sammelklagen belasten FS KKR Capital. Aktionären drohen Verluste durch Täuschungsvorwürfe und eine gekürzte Dividende.

Auf einen Blick:
  • Sammelklagen gegen Finanzdienstleister eingereicht
  • Dividende drastisch auf 0,48 US-Dollar gesenkt
  • Nettoinventarwert auf Tiefstand von 20,89 US-Dollar
  • Aktienkurs verliert auf Jahressicht fast 49 Prozent

FS KKR Capital steht vor einer harten Bewährungsprobe. Zwar rettete sich die Aktie am Freitag mit einem Plus von 1,8 Prozent auf 9,06 Euro ins Wochenende. Die langfristige Abwärtsspirale bleibt jedoch intakt.

Mehrere US-Kanzleien treiben derzeit Sammelklagen gegen den Finanzdienstleister voran. Aktionäre können bis Anfang Juli 2026 Ansprüche geltend machen. Der Vorwurf wiegt schwer: Das Unternehmen soll über den wahren Zustand seines Portfolios getäuscht haben.

Massive Vorwürfe der Täuschung

Die Kläger fokussieren sich auf den Zeitraum seit Mai 2024. In dieser Phase verschlechterte sich die Kreditqualität der gehaltenen Anlagen zusehends. Besonders die steigenden Ausfallraten bei den Portfoliounternehmen belasten die Bilanz.

Anleger werfen dem Management vor, die Stabilität der Dividende falsch dargestellt zu haben. Auch die Fortschritte bei der Umstrukturierung des Portfolios stehen in der Kritik. Die Kanzleien sammeln nun Investoren, die in diesem Zeitraum Verluste erlitten haben.

Dividendenkürzung schockt den Markt

Bereits im August 2025 meldete FS KKR einen deutlichen Rückgang des Nettoinventarwerts auf 21,93 US-Dollar. Parallel dazu stieg die Quote notleidender Kredite spürbar an. Die finanzielle Basis geriet ins Wanken.

Die Lage verschärfte sich im Februar 2026 weiter. Das Management kürzte die Dividende drastisch von 0,70 auf 0,48 US-Dollar. Der Nettoinventarwert markierte zeitgleich mit 20,89 US-Dollar einen neuen Tiefpunkt.

Die Börse strafte diese Entwicklung sofort ab. Allein am Tag der Ankündigung verlor das Papier über 15 Prozent an Wert. Seitdem kämpft der Kurs vergeblich um eine nachhaltige Bodenbildung.

Düsteres Chartbild

Auf Jahressicht steht ein Minus von fast 49 Prozent zu Buche. Vom 52-Wochen-Hoch bei 19,38 Euro ist das Papier weit entfernt. Aktuell notiert die Aktie deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 11,18 Euro.

Die rechtlichen Auseinandersetzungen dürften den Kurs weiter lähmen. Bis zum Ablauf der Frist für die Sammelklagen im Juli bleibt das Risiko für weitere Turbulenzen hoch. Am Markt herrscht vorerst Abwartetaktik.

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