Fresenius macht Tempo. Der Gesundheitskonzern hat am Mittwoch seine Prognose für das Gesamtjahr 2026 angehoben. Und das ist bereits die zweite Anhebung in diesem Jahr. Die Zahlen zum dritten Quartal fielen besser aus als erwartet, und die Sparten Kabi und Helios liefern solide ab.
Konkret erwartet Fresenius nun ein Wachstum beim Kerngewinn je Aktie am oberen Ende der Spanne von 10 bis 15 Prozent. Die EBIT-Marge soll über 11,5 Prozent liegen, bisher war man von rund 11,5 Prozent ausgegangen. Das klingt nach kleinen Schritten, ist aber ein klares Signal. CEO Michael Sen treibt seinen Sanierungsplan konsequent voran.
Die Strategie zahlt sich aus
Die Verbesserung der Profitabilität und der Abbau von Schulden stehen im Mittelpunkt von Sens Strategie. Und die Zahlen zeigen, dass dieser Plan aufgeht. Fresenius hatte bereits im August die Prognose für den Kerngewinn je Aktie erhöht. Jetzt folgt die nächste Anpassung nach oben, weil die Geschäfte besser laufen als gedacht.
Interessant ist der Kontrast zur ehemaligen Tochter Fresenius Medical Care. An dem Dialysespezialisten hält Fresenius noch 25 Prozent. Doch während Fresenius selbst glänzt, kämpft FMC mit Problemen. Die Prognose für das operative Ergebnis wurde gesenkt, nachdem die Behandlungszahlen in den USA im dritten Quartal in Folge zurückgingen.
Fresenius zeigt, dass die Neuausrichtung funktioniert. Die Zahlen sprechen für sich, und die erneute Prognoseanhebung unterstreicht das Vertrauen des Managements. Anleger dürfen gespannt sein, ob dieser Kurs auch 2027 weitergeführt werden kann.
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