Fresenius Aktie: Bestwert seit Frühjahr

Fresenius übertrifft Erwartungen im zweiten Quartal und hebt die Jahresprognose deutlich an. Die Aktie erreicht den höchsten Stand seit dem Frühjahr.

Auf einen Blick:
  • Aktie springt an DAX-Spitze
  • Umsatz und Gewinn übertreffen Erwartungen
  • Jahresprognose deutlich angehoben
  • Kabi treibt Wachstum weiter an

Fresenius liefert und der Markt honoriert es sofort. Die Aktie des Gesundheitskonzerns springt an diesem Mittwoch um gut fünf Prozent nach oben und setzt sich damit klar an die Spitze des DAX. Grund sind Quartalszahlen, die sowohl beim Wachstum als auch beim Gewinn über den Erwartungen liegen — und eine erneut angehobene Jahresprognose.

Kabi bleibt der Wachstumsmotor

Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um fünf Prozent auf 5,86 Milliarden Euro, organisch sogar um sechs Prozent. Wie schon in den Quartalen zuvor war es die Tochter Fresenius Kabi, die den Konzern nach vorne zog. Das währungsbereinigte EBIT kletterte konzernweit überproportional um zehn Prozent auf 719 Millionen Euro, das Kernergebnis je Aktie legte um 14 Prozent auf 0,83 Euro zu.

JPMorgan ordnet die Zahlen ein: Das organische Wachstum liege 100 Basispunkte über der eigenen Prognose, beim EBIT seien es vier und beim Gewinn fünf Prozent Überschreitung. Die Anhebung der Gewinnprognose dürfte laut der Bank Aufwärtsrevisionen bei den Konsensschätzungen im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich nach sich ziehen.

Prognose deutlich angehoben

Vorstandschef Michael Sen sprach von einem „ausgezeichneten Quartal“ und einer „nachhaltigen operativen Stärke“, die den höheren Ausblick rechtfertige. Fresenius hebt die Wachstumsspanne beim Kernergebnis je Aktie für das Gesamtjahr 2026 von bislang fünf bis zehn Prozent auf zehn bis 15 Prozent an. Die EBIT-Marge im Konzern soll sich auf rund 11,5 Prozent belaufen.

Kabi bleibt auch für den weiteren Jahresverlauf der zentrale Hoffnungsträger. Der Konzern erwartet hier Erlöse im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich, die Sparten-EBIT-Marge soll sich am oberen Ende der Spanne von 16,5 bis 17,0 Prozent einpendeln.

Mit dem Kurssprung markiert die Aktie den höchsten Stand seit dem Frühjahr. Der DAX selbst notiert an diesem Handelstag ebenfalls auf Rekordniveau — Fresenius sticht darin als einer der stärksten Werte hervor.

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