Freeport-McMoRan Aktie: 1,7 Millionen Tonnen in Gresik

Freeport-McMoRan plant mit neuer Verarbeitungsinfrastruktur jährliche Milliardenabgaben an Indonesien und steigert die Raffinationskapazität massiv.

Auf einen Blick:
  • Jährlich über sieben Milliarden US-Dollar Steuern
  • Neue Kupferhütte in Ost-Java in Betrieb
  • Grasberg-Mine arbeitet mit 65 Prozent Kapazität
  • Aktie trotz Tagesverlust im Jahresplus

Freeport-McMoRan setzt in Indonesien auf eine massive Expansion der heimischen Verarbeitung. Mit milliardenschweren Investitionen will der Bergbauriese nicht nur die Produktion steigern, sondern auch die staatlichen Abgaben vervielfachen. Die Roadmap für die kommenden Jahre ist gezeichnet.

Fokus auf heimische Veredelung

Die indonesische Tochtergesellschaft PTFI peilt künftig Rekordbeiträge für die Staatskasse an. Sobald die Kapazitäten voll ausgeschöpft sind, sollen jährlich über sieben Milliarden US-Dollar an den Staat fließen. Diese Prognose stützt sich auf die vollständige Integration neuer Verarbeitungsanlagen in Ost-Java.

In Gresik betreibt das Unternehmen nun ein neues Kupferhüttenwerk sowie eine Edelmetallraffinerie. Die Anlage kann jährlich 1,7 Millionen Tonnen Kupferkonzentrat verarbeiten. Damit steigt die gesamte Raffinationskapazität des Konzerns in Indonesien auf rund drei Millionen Tonnen pro Jahr.

Grasberg kämpft mit den Folgen des Erdrutschs

Der Weg zurück zur maximalen Förderung an der Grasberg-Mine verläuft schrittweise. Nach einem Erdrutsch im September 2025 arbeitet die Mine aktuell mit rund 65 Prozent ihrer normalen Kapazität. Eine Rückkehr zur vollen Auslastung plant das Management erst für Ende 2027.

Trotz der Einschränkungen peilt der Konzern für 2026 beachtliche Volumina an. Das Ziel liegt bei 800 Millionen Pfund Kupfer und 700.000 Unzen Gold. Derzeit bleibt der Abbau in der wichtigen Deep Mill Level Zone allerdings noch ausgesetzt.

An der Börse reagierten Anleger zuletzt verhalten. Die Aktie notiert aktuell bei 53,03 Euro, was einem Tagesverlust von 1,63 Prozent entspricht. Neben dem Dividendenabschlag von 0,15 US-Dollar je Aktie belasteten leicht sinkende Kupferpreise den Kurs.

Im laufenden Jahr bleibt das Papier mit einem Plus von fast 20 Prozent dennoch gut im Rennen. Klarheit über die kurzfristige Entwicklung dürfte der Quartalsbericht Ende Juli liefern. Dann muss das Management belegen, ob Freeport die Produktionsziele trotz der laufenden Reparaturarbeiten in Grasberg einhalten kann.

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