Mit einem Kursverlust von vier Prozent ist die Fraport-Aktie am Montag das Schlusslicht im Nebenwerteindex MDAX. Was drückt zum Wochenbeginn auf den Kurs des Frankfurter Flughafenbetreibers?
Negative Analysten und hoher Ölpreis
Der Kursrutsch ist das Ergebnis einer Kombination aus negativen Analystenstimmen und einem schwierigen Marktumfeld für die gesamte Reisebranche. Gleich zwei renommierte Bankhäuser haben heute die Stimmung gedrückt.
Die Schweizer Großbank UBS hat Fraport auf „Verkaufen“ herabgestuft und das Kursziel leicht von 68 auf 67 Euro gesenkt. Auch die Deutsche Bank Research strich ihre Kaufempfehlung für die Fraport-Aktie, ebenfalls wie die UBS aus Bewertungsgründen. Ihre Analysten betonten, dass die Aktie seit seiner letzten Empfehlung im März bereits um über 30 Prozent zugelegt habe und nun „heißgelaufen“ sei.
Zudem wirkte sich auch die Geopolitik negativ auf die Fraport-Aktie aus. Die gescheiterten politischen Gespräche zwischen den USA und dem Iran haben den Ölpreis zum Wochenbeginn wieder deutlich über 100 US-Dollar getrieben.
Der europäische Flughafenverband warnte davor, dass bei anhaltender Blockade der Straße von Hormus innerhalb von drei Wochen eine echte Kerosinknappheit in der EU drohen könnte. Höhere Treibstoffpreise und Versorgungsängste belasten direkt die Flugpläne der Airlines, was wiederum die Flughafengebühren und Umsätze von Fraport bedroht.
Und dann auch noch ein Lufthansa-Streik
Und nicht zuletzt belastete die aktuelle Streikwelle beim Hauptkunden Lufthansa. Die Gewerkschaft UFO hat zu Ausständen des Kabinenpersonals aufgerufen, was allein am Frankfurter Flughafen zu Hunderten Flugstreichungen führte. Weniger Flüge bedeuten für Fraport weniger Einnahmen aus Landegebühren und dem lukrativen Retail-Geschäft im Terminal.
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