Foxconn liefert, und zwar ordentlich. Der weltgrößte Auftragsfertiger für Elektronik, bekannt als Apples wichtigster iPhone-Assembler und Nvidias größter Serverproduzent, hat im ersten Quartal einen Nettogewinn von 49,92 Milliarden NT-Dollar eingefahren. Das sind gut 18,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, und es schlägt die LSEG-Konsensschätzung von 48,88 Milliarden NT-Dollar. Nicht dramatisch, aber klar.
Rekord beim Umsatz
Noch auffälliger als der Gewinn ist der Umsatz. 2,12 Billionen NT-Dollar im ersten Quartal, ein Plus von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr, und laut Foxconn ein neues Rekordhoch. Das in einer Phase, die die Branche traditionell als Nebensaison betrachtet. Genau das ist der Punkt, den Rotating CEO Michael Chiang hervorhebt: Das Cloud- und Netzwerksegment macht inzwischen knapp 50 Prozent des Konzernumsatzes aus. Wer Foxconn noch als reinen iPhone-Lohnfertiger betrachtet, hat die letzten zwei Jahre verschlafen.
Strukturwandel oder Marketingsprech?
Chiang spricht von einer „strukturellen Transformation“ durch die KI-Strategie, die die saisonalen Schwankungen des klassischen ICT-Geschäfts abfedern soll. Das klingt groß. Und es stimmt, dass ein diversifizierteres KI-Kundenbuch und ein ausgeglicheneres Produktportfolio das Unternehmen stabiler machen. Ob das auf Dauer hält, wenn die KI-Investitionszyklen der großen Hyperscaler irgendwann schwächeln, steht auf einem anderen Blatt.
Fürs Zweite Quartal erwartet Foxconn trotz traditioneller Flaute ein deutliches Plus gegenüber dem Vorquartal und starkes Wachstum im Jahresvergleich. Für das Gesamtjahr sollen die KI-Rack-Auslieferungen mehr als verdoppelt werden, mit sequenziell steigenden Quartalsvolumina. Bei Hochgeschwindigkeits-Switches oberhalb von 800G sieht das Unternehmen ebenfalls Potenzial zur Verdopplung von Liefermengen und Umsatz.
Satellit obendrauf
Weil das offenbar noch nicht genug ist, schickte Foxconn am 3. Mai auch noch seine zweite Generation von Niedrigorbitsatelliten namens PEARL auf einer SpaceX-Falcon-9-Rakete ins All. Direktverbindung zum Endgerät, Konnektivität in Randgebieten, smarte Kommunikationsintegration, das Unternehmen will im LEO-Segment wachsen. Ob das jemals ein relevanter Umsatzbeitrag wird, bleibt offen. Details nannte Foxconn nicht.
Unter dem Strich: Foxconn hat ein starkes Quartal abgeliefert, die Prognose erhöht und gleichzeitig einen Satelliten gestartet. Wer sagt, der taiwanische Auftragsfertiger sei langweilig, hat schlicht nicht aufgepasst.
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