Die Fox-Aktie hält mit einem dramatischen Kursverlust von 17 Prozent am Montag fest die rote Laterne im breiten US-Leitindex S&P 500 in der Hand. Was steckt hinter dem heftigen Kurseinbruch des US-Medienkonzerns?
Eine Mega-Übernahme,…
Auslöser für den Ausverkauf der Fox-Aktie zum Wochenauftakt ist die offizielle Bekanntgabe einer Mega-Übernahme, die den Aktionären von Fox schlicht zu teuer und zu riskant ist. Fox Corporation hat sich mit Roku Inc. auf eine endgültige Übernahmevereinbarung geeinigt.
Der Deal hat ein massives Volumen von rund 22 Milliarden US-Dollar (inklusive Schulden) und soll Fox den direkten Zugang zu über 100 Millionen Streaming-Haushalten sichern. Obwohl die Fusion strategisch als großer Schritt von Konzernchef Lachlan Murdoch in Richtung digitale Zukunft und Connected TV gefeiert wird, straft die Börse die Fox-Aktie aus drei konkreten Gründen gnadenlos ab:
Fox zahlt umgerechnet 160,00 US-Dollar je Roku-Aktie in einer Kombination aus Cash und eigenen Aktien. Das ist ein gigantischer Aufpreis gegenüber dem letzten echten Börsenkurs von Roku. Investoren befürchten, dass Fox sich für diese Akquisition massiv übernimmt.
Um die Barkomponente des Deals (96 Dollar pro Aktie) zu finanzieren, muss Fox tief in die Tasche greifen. Der Konzern hat sich bereits eine voll garantierte Brückenfinanzierung in Höhe von 12 Milliarden US-Dollar von der Großbank Morgan Stanley gesichert. Die Nettoverschuldung von Fox wird dadurch nach Abschluss des Deals auf das 2,8-Fache des EBITDA nach oben schnellen – ein Niveau, das Risiko-Analysten Bauchschmerzen bereitet.
Die restlichen 64 Dollar des Kaufpreises werden in neuen Fox-Class-A-Aktien bezahlt (0,9693 Fox-Aktien je Roku-Aktie). Das führt dazu, dass die bisherigen Fox-Aktionäre nach dem Zusammenschluss nur noch etwa 73 Prozent am kombinierten Unternehmen halten. Die Ausgabe so vieler neuer Aktien verwässert den Gewinn pro Aktie für die Altaktionäre spürbar.
…an der der Markt zweifelt
Die extrem negative Reaktion der Fox-Aktie zeigt, dass der Markt noch daran zweifelt, ob der Deal in dieser Form reibungslos durch die Aktionärs- und Regulierungsprüfungen geht. Das Management von Fox betont zwar, dass durch Synergien jährlich 400 Millionen Dollar eingespart werden sollen und der Deal ab dem zweiten Jahr den freien Cashflow steigern wird – für den heutigen Montag überwog an der Börse aber erst einmal der Schock über die immensen Kosten.
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