Die Aktie von Fortis Healthcare steht am heutigen Freitag unter deutlichem Verkaufsdruck. Das Papier verbilligt sich um 6,1 Prozent auf 835,10 INR. Unterdessen geht die juristische Auseinandersetzung um den Einstieg des Mehrheitseigners in die nächste Instanz: Northern TK Venture Pte. Ltd. (NTK), eine indirekte hundertprozentige Tochtergesellschaft von IHH Healthcare Berhad und Großaktionär von Fortis Healthcare, legte gestern Rechtsmittel beim Tokyo High Court ein.
Schadenersatzklage gegen Daiichi Sankyo geht in Berufung
Laut Reuters richtet sich die Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Tokio. Gegenstand des Rechtsstreits sind Schadenersatzforderungen von NTK gegen Daiichi Sankyo wegen finanzieller Einbußen, die mutmaßlich durch Verzögerungen bei den behördlichen Genehmigungen für die Übernahme der Kontrollmehrheit an Fortis Healthcare durch IHH entstanden sind.
Das Tokioter Bezirksgericht hatte sämtliche Ansprüche von NTK am 10. September abgewiesen und dem Kläger die Verfahrenskosten auferlegt. Fortis Healthcare hatte dieses Urteil am 11. September unter Verweis auf eine Mitteilung von IHH Healthcare Berhad offengelegt.
Die juristischen Nachwehen des Einstiegs von IHH Healthcare beschäftigen die Gerichte damit weiter. Für Marktteilnehmer bleibt das rechtliche Umfeld des indischen Krankenhausbetreibers ein dominierendes Thema, da Altlasten aus der damaligen Transaktionsphase fortwirken.
Forensische Prüfung und operative Expansion
Parallel dazu ist Fortis Healthcare an juristischen Fronten im Heimatmarkt gefordert. Am 16. September reichte das Unternehmen eine Petition beim Supreme Court of India ein. Damit wehrt sich Fortis gegen eine Anordnung des Delhi High Court vom 31. August, die eine forensische Prüfung von Transaktionen zwischen Fortis, IHH Healthcare Berhad und dem RHT Health Trust vorsieht. Fortis Healthcare machte zu den potenziellen finanziellen Auswirkungen dieses Vorgangs keine quantifizierten Angaben.
Trotz der Gerichtsverfahren setzt der Konzern den Ausbau des operativen Klinikbetriebs fort. Am 16. September unterzeichnete die hundertprozentige Tochtergesellschaft Fortis Hospotel Ltd. verbindliche Verträge mit dem Seth Sunder Lal Jain Charitable Eye Hospital.
Die Vereinbarung mit einer Laufzeit von 29 Jahren sieht vor, dass Fortis medizinische Dienstleistungen in einem neuen Schwerpunktkrankenhaus mit über 400 Betten im Viertel Ashok Vihar in Neu-Delhi erbringt.
Durch den heutigen Kursrückgang nähert sich das Papier derweil wieder seinen Jahrestiefstständen an: Bei 835,10 INR notiert die Aktie nur geringfügig über dem 52-Wochen-Tief von 832,70 INR.
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