Ford hatte eigentlich eine simple Bitte: Gebt uns vorübergehend Luft. Denn im Novelis-Werk in Oswego, New York, hat es gebrannt, und das Werk liefert Aluminium für Fords wichtigstes Produkt, den F-150. Kein Werk, kein Aluminium, kein F-150 in gewohnten Stückzahlen. Ford bat die Trump-Regierung vergangene Woche um temporäre Zollbefreiungen, bis Novelis den Betrieb wieder vollständig aufgenommen hat. Die Antwort aus Washington war, laut einem Bericht des Wall Street Journal: Nein.
50 Prozent auf das, was gerade fehlt
Novelis betreibt neben dem havarierten Werk in New York weitere Produktionsstätten in Südkorea und Europa. Aluminium von dort wäre verfügbar. Kostet Ford jetzt allerdings 50 Prozent Aufschlag, denn genau diese Importe trifft Trumps Zollregime mit voller Wucht. Das ist die Kombination, die wehtut: Lieferkette unterbrochen, Ersatz verfügbar, aber künstlich verteuert. Betroffen sind übrigens nicht nur Ford, sondern auch Stellantis und General Motors.
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Oswego kommt erst im Sommer 2026 wieder
Der Zeitplan macht die Sache nicht besser. Das Novelis-Werk soll laut aktuellem Stand erst gegen Ende des zweiten Quartals 2026 wieder voll laufen. Das sind Monate, in denen Ford erhöhte Rohstoffkosten schultern muss, während die Produktion stockt. Die Gewinnentwicklung leidet demnach schon jetzt darunter. Ford hat das selbst eingeräumt.
Die Gespräche zwischen Autoherstellern und der Regierung über die Folgen der Zollpolitik laufen zwar weiter. Doch bislang hat Washington Ford eben genau das gegeben, was man sich dort am wenigsten gewünscht hat: gar nichts.
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