Der F-150 ist nicht irgendein Modell. Er ist seit Jahrzehnten das meistverkaufte Fahrzeug in den USA, Fords Cashcow, das Rückgrat des Konzerns. Und genau dieses Modell steht nun im Mittelpunkt eines Rückrufs, der knapp 1,39 Millionen Fahrzeuge betrifft. Die US-Verkehrsbehörde NHTSA gab am Freitag bekannt, dass Ford Pickups der Baujahre 2015 bis 2017 wegen eines Softwarefehlers zurückruft.
Software, die ungefragt schaltet
Das Problem steckt im sogenannten Powertrain Control Module, kurz PCM. Dessen Software kann dazu führen, dass das Getriebe unerwartet einen Gang zurückschaltet. Unkontrolliert, ohne Zutun des Fahrers. Die NHTSA formuliert es nüchtern: Das kann zu Kontrollverlust führen. Wer schon mal bei Tempo 100 auf der Autobahn einen unerwarteten Schaltvorgang erlebt hat, weiß, was das bedeutet.
Ford will das Problem per Software-Update lösen, kein physischer Austausch von Teilen also. Das klingt einfach, ist es in der Praxis aber nicht immer. Rund 1,4 Millionen Fahrzeuge müssen erreicht, terminiert und aktualisiert werden.
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Kein Einzelfall
Für Ford ist es nicht der erste Rückruf dieser Größenordnung, und es wird wohl nicht der letzte sein. Die Frage, die Anleger sich stellen sollten: Was kostet das wirklich? Der reine Software-Fix ist günstig. Der Imageschaden beim Kernmodell ist schwerer zu beziffern. Der F-150-Käufer ist loyal, doch er ist auch wählerisch, wenn es um Sicherheit geht. Und Sicherheitsbedenken bei einem Fahrzeug, das sich als zuverlässiger Arbeitspartner vermarktet, sind eben keine Kleinigkeit.
Ob Ford die Sache schnell und geräuschlos abwickelt oder ob weitere Details auftauchen, wird die nächsten Wochen zeigen. Vorerst gilt: 1,4 Millionen Trucks, ein Software-Update, und die Hoffnung, dass es dabei bleibt.
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