Es war ein Mittwoch, an dem Ford plötzlich wieder interessant wurde. Die Aktie schoss um gut 13 Prozent nach oben, stärkster Tagesgewinn seit März 2020, und das alles wegen einer Analystennotiz, die am Dienstagabend rausgegangen war. Nicht wegen Quartalszahlen, nicht wegen einer Übernahme. Wegen Batterien.
Was Morgan Stanley entdeckt hat
Andrew Percoco und Daniela Haigian von Morgan Stanley haben sich Fords Energiespeichergeschäft angeschaut und sind zu einem Schluss gekommen, der den Markt offenbar kalt erwischt hat: Der Markt hat das schlicht übersehen. „Wir stellen fest, dass Anleger diese Chance ignorieren und ihr Potenzial, die Profitabilität im Model-e-Segment von Ford zu verbessern“, schrieben die Analysten. Fords Lizenzvereinbarung mit CATL, dem chinesischen Batterie-Giganten, sei ein „entscheidender Wettbewerbsvorteil, den der Markt noch nicht vollständig verstanden hat“.
Die Zahlen dahinter: Morgan Stanley schätzt Ford Energy auf bis zu 10 Milliarden Dollar, gerechnet mit einem 17,5-fachen Multiple auf rund 588 Millionen Dollar EBIT, sobald das Unternehmen auf 20 Gigawattstunden Kapazität hochgefahren hat. Zum Vergleich zogen die Analysten Teslas Energiesparte heran.
Das Zauberwort heißt Hyperscaler
„Wir halten es für ziemlich wahrscheinlich, dass Ford in den nächsten Monaten einen Liefervertrag für Energiespeichersysteme mit großen Gewerbekunden und möglicherweise Hyperscalern abschließt“, so Percoco. Hyperscaler, also die großen Rechenzentrum-Betreiber, die gerade Strom und Speicherkapazität in industriellem Maßstab aufkaufen. Dieses eine Wort hat gereicht, um Trader in Bewegung zu setzen.
Matt Maley, Chefstratege bei Miller Tabak, brachte es trocken auf den Punkt: „Das zeigt, wie viel Aufmerksamkeit alles bekommt, was im Moment mit Hyperscalern zu tun hat.“
Ford Motor Company Aktie Chart
Ford dreht sich gerade neu
Steve Man von Bloomberg Intelligence sieht in der Expansion des Energiesegments einen „schönen Schwenk hin zu einem margenstarken Geschäft“ für Ford. Das klingt nach Understatement, aber es trifft den Kern. Ford ist jahrzehntelang als Autobauer eingepreist worden. Wenn das Energiespeichergeschäft tatsächlich anzieht, rechnet der Markt gerade neu.
Ob Ford die Verträge bekommt, steht noch aus. Aber allein die Aussicht hat die Aktie auf Jahresgewinn gedreht. 10 Milliarden Dollar Fantasie für ein Segment, das die meisten Anleger noch nicht mal auf dem Schirm hatten.
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