First Solar hat zum Auftakt des Jahres 2026 beeindruckende Zahlen vorgelegt. Der US-amerikanische Solarhersteller erzielte im ersten Quartal einen Rekordumsatz von 1,04 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Der Nettogewinn kletterte auf 347 Millionen Dollar, was einem Gewinn je Aktie von 3,22 Dollar entspricht und damit die Erwartungen der Analysten deutlich übertraf. Der Markt honorierte die Zahlen prompt: Die Aktie legte nach Veröffentlichung um mehr als sechs Prozent zu und erreichte ihren höchsten Stand seit Februar.
Starke Margen, voller Auftragsbestand
Besonders auffällig ist die Entwicklung auf der Margenseite. Die Bruttomarge stieg auf 47 Prozent, nach 41 Prozent im Vorjahresquartal. Dazu beigetragen haben vor allem gestiegene Modulverkäufe an Dritte, die um 31 Prozent auf 3,8 Gigawatt zulegten, sowie erhebliche Steuervergünstigungen aus dem US-amerikanischen Section-45X-Programm in Höhe von 418 Millionen Dollar.
Das bereinigte EBITDA sprang auf 520 Millionen Dollar, gegenüber 379 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Der kontraktierte Auftragsbestand des Unternehmens beläuft sich aktuell auf 47,9 Gigawatt mit einem Gesamtvolumen von 14,4 Milliarden Dollar und reicht bis ins Jahr 2030.
First Solar Aktie Chart
CuRe-Technologie als strategischer Trumpf
Ein zentrales Thema im Earnings Call war die neue Modultechnologie mit dem Namen CuRe. Der Rollout ist im US-Werk in Perrysburg abgeschlossen und wird bis zur ersten Hälfte des Jahres 2028 auf die gesamte Modulflotte ausgeweitet. Das Unternehmen sieht dadurch das Potenzial für bis zu 600 Millionen Dollar an zusätzlichen Umsätzen aus sogenannten Technologiezuschlägen im Auftragsbestand, mit dem Schwerpunkt in den Jahren 2027 und 2028.
Für das zweite Quartal erwartet First Solar ein bereinigtes EBITDA zwischen 400 und 500 Millionen Dollar bei einem Modulabsatz von 3,4 bis 4,0 Gigawatt. Die Jahresprognose für 2026 bleibt unverändert, mit einem angestrebten Umsatz zwischen 4,9 und 5,2 Milliarden Dollar.
Zölle und Handelspolitik bleiben das Risiko
Trotz des starken Quartals bleibt die handelspolitische Lage ein belastender Faktor. Die Werke in Malaysia und Vietnam laufen mit deutlich reduzierter Auslastung, was im zweiten Quartal zu höheren Unterauslastungskosten führen wird. Auch Zölle auf Stahl und Aluminium sowie eine pauschale 15-Prozent-Abgabe belasten das Ergebnis. Das Management wartet auf Klarheit bei mehreren offenen Regulierungsverfahren, bevor es weitere Verträge im US-Markt abschließen will. Bis dahin bleibt die Buchungsstrategie bewusst selektiv.
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