First Solar stürmt am Montag an der Börse nach vorne. Ein frisches Analysten-Upgrade und starke fundamentale Daten treiben den Kurs des US-Solarkonzerns zweistellig nach oben. Anleger setzen verstärkt auf die dominante Marktstellung im heimischen Markt.
Analysten heben den Daumen
Die Investmentbank Guggenheim gab den Startschuss für die Kursrallye. Analyst Joseph Osha hob das Kursziel für den Dünnschicht-Spezialisten auf 282 US-Dollar an. Er bestätigte parallel dazu seine Kaufempfehlung. Osha sieht First Solar in einem politisch begünstigten Umfeld bestens aufgestellt. Die Aktie reagierte prompt und kletterte um über 12 Prozent auf 207,00 Euro.
Der Kurssprung stützt sich auf eine hohe Ergebnisqualität. Im zweiten Quartal verdiente First Solar unter dem Strich 423 Millionen US-Dollar. Das entspricht 3,92 Dollar je Aktie. Marktbeobachter hatten im Schnitt lediglich mit 3,01 Dollar gerechnet.
Volle Auftragsbücher bis 2030
Obwohl der Umsatz leicht auf 1,06 Milliarden Dollar sank, glänzte das Unternehmen bei der Profitabilität. Die Bruttomarge erreichte beeindruckende 57 Prozent. Hohe Steuergutschriften für die US-Produktion trieben diesen Wert massiv an.
Das Unternehmen blickt auf ein enormes Polster. Der Auftragsbestand summiert sich auf 45,1 Gigawatt. Das entspricht einem Gesamtwert von 13,6 Milliarden Dollar. Diese Bestellungen sichern die Produktion bis in das Jahr 2030 ab. Eine solche Planungssicherheit gilt im volatilen Sektor der Erneuerbaren Energien als Seltenheit.
Rückenwind aus Washington
Strenge Handelsbarrieren spielen First Solar in die Karten. US-Zölle von 50 Prozent auf chinesische Solarmodule schaffen einen Schutzwall für die heimische Industrie. Das Management kalkuliert für 2026 bereits mit signifikanten finanziellen Vorteilen aus diesen Regelungen.
Während die Konkurrenz in Europa unter sinkenden Förderungen leidet, bleibt der US-Markt attraktiv. Die operative Expansion verläuft derweil nach Plan. In South Carolina soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 eine neue Fabrik den Betrieb aufnehmen. Dort nutzt First Solar erstmals eine neue Technologie, die Kupfer in den Modulen ersetzt. Dies soll die Effizienz der Produktion weiter steigern.
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