First Solar Aktie: Barclays hebt Ziel auf 279 Dollar

First Solar erhält Kurszielanhebung von Barclays, startet Mega-Solarprojekt mit Google, kämpft aber mit Sammelklagen und Kursverlusten.

Auf einen Blick:
  • Barclays hebt Kursziel auf 279 Dollar
  • Beteiligung an 2,5 GW Solarpark in Arkansas
  • Google sichert sich gesamte Anfangsleistung
  • Sammelklagen wegen angeblicher Falschaussagen

Das US-amerikanische Solarunternehmen First Solar rückt mit positiven Analystenstimmen und der Beteiligung an einem massiven Energieprojekt in Arkansas in den Fokus der Anleger. Während der Konzern operativ durch Großaufträge und neue Partnerschaften Impulse setzt, wird die Kursentwicklung von rechtlichen Auseinandersetzungen und einer volatilen Marktphase begleitet.

Analysten-Optimismus und Ausbau der Marktposition

Die Investmentbank Barclays hat ihre Einschätzung für First Solar am 15. Juli 2026 aktualisiert. Analystin Christine Cho hob das Kursziel für die Aktie deutlich von 213 US-Dollar auf 279 US-Dollar an und bestätigte die Einstufung „Overweight“ bzw. „Buy“. Dieser Optimismus stützt sich unter anderem auf die starke Positionierung des Unternehmens im US-Heimatmarkt und die langfristige Nachfrage nach Photovoltaik-Lösungen.

Parallel dazu treibt First Solar seine Lieferketten voran. Das Unternehmen erneuerte den Vertrag mit dem Zulieferer PA Resources Bhd über die Lieferung von Aluminium-Strangpressprofilen. Es handelt sich um die fünfte und bislang größte Einzelvereinbarung zwischen beiden Parteien mit einem Volumen von rund 1,31 Milliarden Ringgit (ca. 280 Millionen US-Dollar). Der Vertrag deckt einen Zeitraum von 18 Monaten ab Juli 2026 bis Dezember 2027 ab. Um diesen Bedarf zu decken, verdoppelt der Zulieferer seine Kapazitäten in einem neuen Werk auf monatlich 8.500 Tonnen.

Großprojekt in Arkansas und Kooperation mit Google

Ein weiterer Meilenstein ist der Baubeginn des Steel River Energy Center im US-Bundesstaat Arkansas durch Cypress Creek Energy. Das Projekt ist mit einer geplanten Solarleistung von 2,5 Gigawatt (GW) und einer Speicherkapazität von 2,9 Gigawattstunden (GWh) eines der größten seiner Art in den Vereinigten Staaten. First Solar fungiert hierbei als Modullieferant für die erste und zweite Phase, die zusammen 1,6 GW Leistung umfassen sollen.

Ein wesentlicher Treiber dieses Vorhabens ist die Kooperation mit dem Technologieriesen Google. Google hat über ein sogenanntes Virtual Power Purchase Agreement (VPPA) zugestimmt, die gesamte Anfangsleistung des Projekts abzunehmen. Da Googles Stromverbrauch allein im Jahr 2025 um 37 % gestiegen ist, sichert sich der Konzern so grüne Energie für seine Rechenzentren. Die Fertigstellung des gesamten Komplexes ist bis zum Jahr 2029 vorgesehen.

Marktdaten und charttechnische Situation

An der Börse zeigt sich das Papier derzeit in einer Konsolidierungsphase. Der Schlusskurs notierte zuletzt bei 196,00 €, was einem Rückgang von 14,04 % innerhalb der vergangenen 30 Tage entspricht. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Minus auf 16,29 %. Dennoch weist die Aktie auf Sicht von 12 Monaten ein deutliches Plus von 36,66 % auf. Die Marktkapitalisierung wird aktuell mit umgerechnet 21,42 Milliarden € beziffert.

Charttechnisch notiert der Wert mit 196,00 € derzeit unter wichtigen Durchschnittslinien. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt von 218,05 € beträgt -10,11 %, während der Kurs zum 200-Tage-Durchschnitt bei 203,75 € mit -3,80 % im Rückstand liegt. Vom 52-Wochen-Hoch, das am 3. Juni 2026 bei 276,50 € markiert wurde, ist das Papier momentan 29,11 % entfernt. Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei 39,7, was auf eine neutrale bis leicht überverkaufte Lage hindeutet.

Juristische Hürden durch Sammelklagen

Trotz der operativen Fortschritte sieht sich First Solar mit mehreren Sammelklagen konfrontiert. Kanzleien wie Levi & Korsinsky, Robbins LLP und Kaplan Fox rufen Investoren dazu auf, sich bis zum 24. August 2026 als Hauptkläger zu melden. Die Vorwürfe richten sich unter anderem gegen CEO Mark R. Widmar und CFO Alexander R. Bradley.

Im Kern geht es um mutmaßlich irreführende Aussagen im Zeitraum zwischen dem 26. Februar 2025 und dem 24. Februar 2026. Den Klägern zufolge habe das Management die Fähigkeit des Unternehmens überschätzt, die Auswirkungen der US-Zollpolitik zu bewältigen. Zudem seien negative Effekte durch die Unterauslastung von Werken in Malaysia und Vietnam sowie die Kosten für die Produktionsverlagerung in die USA (South Carolina) nicht ausreichend kommuniziert worden. Nachdem First Solar am 24. Februar 2026 die Gewinnerwartungen für das vierte Quartal 2025 verfehlte und eine niedrigere Umsatzprognose für 2026 ausgab, war die Aktie zeitweise deutlich eingebrochen.

First Solar-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue First Solar-Analyse vom 16. Juli liefert die Antwort:

Die neusten First Solar-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für First Solar-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

First Solar: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)