First Solar setzt ein Ausrufezeichen im volatilen Solarmarkt. Der US-Konzern sichert sich mit seinen Dünnschicht-Modulen Aufträge bis zum Ende des Jahrzehnts. Besonders die hohe Nachfrage aus dem Bereich der KI-Rechenzentren sorgt für Rückenwind.
Aufträge bis 2030 gesichert
Bis Ende Juni wuchs der vertraglich gesicherte Auftragsbestand auf 45,1 Gigawatt an. Das entspricht einem Gesamtwert von rund 13,6 Milliarden US-Dollar. Diese Sichtbarkeit bis ins Jahr 2030 schützt das Unternehmen vor kurzfristigen Marktschwankungen.
Die Nachfrage bleibt hoch, vor allem bei großen Versorgern. Parallel dazu treibt der Hunger von KI-Rechenzentren nach grünem Strom das Geschäft. In den USA verbuchte First Solar zuletzt Neuaufträge über 1,9 Gigawatt zu stabilen Preisen.
Expansion und Technologiewechsel
Der Konzern erreichte einen historischen Meilenstein: Weltweit wurden bisher mehr als 100 Gigawatt an Modulen verkauft. In South Carolina läuft der Ausbau der Fertigung auf Hochtouren. Die erste Phase soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 starten.
Den Zeitplan für die zweite Phase verschob das Management auf Mitte 2027. Grund dafür ist die frühere Integration der neuen „CuRe“-Technologie. Diese soll die Leistung der Module steigern und den Leistungsabfall über die Jahre verringern.
Margen-Sprung trotz Umsatzdelle
Der Quartalsumsatz sank leicht auf 1,06 Milliarden US-Dollar. Indes stieg der Nettogewinn kräftig um 24 Prozent auf 423 Millionen US-Dollar. Die Bruttomarge kletterte auf beeindruckende 57 Prozent.
Niedrige Logistikkosten und ein vorteilhafter Produktmix stützten das Ergebnis. Der Vorstand bestätigte seine Ziele für das Gesamtjahr. Er rechnet mit einem Umsatz von bis zu 5,2 Milliarden US-Dollar.
An der Börse reagierten Anleger positiv auf die Zahlen. Das Papier legte zuletzt um 5,68 Prozent auf 186,20 Euro zu.
Für den weiteren Jahresverlauf richten sich die Blicke auf die US-Handelspolitik. Mögliche neue Zölle könnten das Tempo der Buchungen beeinflussen. Die operative Basis für das Geschäftsjahr 2026 steht jedoch fest.
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