Das Bergbauunternehmen First Majestic Silver hat eine Serie positiver operativer und finanzieller Kennzahlen vorgelegt. Die Aktie reagiert am heutigen Mittwoch mit einem deutlichen Kurssprung von 7,14 % und notiert aktuell bei 15,31 Euro. Dieser Zuwachs bringt das Papier wieder über den 50-Tage-Durchschnitt, der bei 15,04 Euro liegt.
Starke Quartalszahlen und Liquiditätspolster
Das Unternehmen meldete für das zweite Quartal einen Umsatz von 415,5 Millionen US-Dollar, was einer Steigerung von mehr als der Hälfte gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Der Nettogewinn belief sich auf 109,4 Millionen US-Dollar. Parallel dazu wurde die Quartalsdividende massiv auf 0,0152 US-Dollar pro Aktie angehoben, was mehr als einer Verdreifachung des bisherigen Niveaus entspricht. Wie First Majestic heute bestätigte, erfolgt die Auszahlung am 31. August an alle Aktionäre, die zum Stichtag am 14. August Anteile halten.
Besonders robust stellt sich die Liquiditätslage dar: Gestern berichtete der Konzern über eine Rekord-Treasury-Position von 1,253 Milliarden US-Dollar zum Ende des zweiten Quartals. Dies bedeutet einen Zuwachs von 315 Millionen US-Dollar im Vergleich zum Stand zum Jahreswechsel. Die finanzielle Stabilität wird zudem durch neue Genehmigungen zur Verlängerung der Minenlaufzeiten in Mexiko unterstützt, die die langfristigen Produktionsziele absichern.
Optimismus bei Produktion und Exploration
Auf operativer Ebene blickt das Management zuversichtlich auf das restliche Jahr. Am Montag wurde die Produktionsprognose für Silber um 10 % und für Gold um 7 % nach oben korrigiert. Als Gründe nannte das Unternehmen verbesserte Leistungen in den Minen La Encantada und San Dimas. In der San-Dimas-Mine konnten zudem Arbeitsstreitigkeiten nach erfolgreichen Verhandlungen beigelegt werden.
Eine Besonderheit zeigt sich in der Verkaufsstrategie. Da die Silberpreise zeitweise unter die Marke von 50 US-Dollar fielen, hielt das Unternehmen Verkäufe bewusst zurück. Der Bestand an fertigen Erzeugnissen stieg dadurch auf über eine Million Unzen Silber an. Parallel dazu wurde das Explorationsprogramm intensiviert: Im zweiten Quartal wurden insgesamt 94.000 Meter auf den vier aktiven Minenstandorten gebohrt.
Analysten reagieren auf operative Fortschritte
Die operative Entwicklung und die personellen Weichenstellungen – seit dem 2. Juli amtiert Neil Beaumont als neuer Chief Financial Officer – stoßen am Markt auf positive Resonanz. H.C. Wainwright bekräftigte am 30. Juli die Einstufung mit „Buy“, nachdem die detaillierten Quartalszahlen veröffentlicht worden waren.
Bereits am Freitag stuften Medienberichten zufolge weitere Marktbeobachter die Aktie von „Hold“ auf „Buy“ hoch. Dabei wurden insbesondere das günstige Chance-Risiko-Verhältnis nach dem vorangegangenen Kursrückgang sowie der starke freie Cashflow von 194,6 Millionen US-Dollar hervorgehoben. Trotz vereinzelter Anteilsverkäufe durch institutionelle Anleger am Sonntag blieb der Anteil der Institutionen an den Aktien im Juli stabil bei rund 56,27 %.
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