Das Bergbauunternehmen First Majestic Silver hat die Finanzergebnisse für das zweite Quartal 2026 vorgelegt und dabei eine deutliche Anhebung der Ausschüttungen an die Aktionäre angekündigt. Trotz eines verfehlten Gewinnziels auf bereinigter Basis zeigt sich das Management mit der operativen Entwicklung und der Liquiditätslage zufrieden.
Starkes Umsatzwachstum und Dividendensprung
Im zweiten Quartal 2026 konnte First Majestic Silver den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich steigern. Das Unternehmen meldete Erlöse in Höhe von 415,5 Millionen US-Dollar, was einem Zuwachs von 57,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr (264,23 Millionen US-Dollar) entspricht. Dennoch blieb dieser Wert hinter den durchschnittlichen Analystenschätzungen zurück, die im Vorfeld bei etwa 496 Millionen US-Dollar gelegen hatten.
Das Nettoeinkommen belief sich auf 109,43 Millionen US-Dollar, nachdem im Vorjahresquartal ein Gewinn von 52,55 Millionen US-Dollar erzielt worden war. Das Ergebnis je Aktie (EPS) wird mit 0,22 US-Dollar ausgewiesen. Auf bereinigter Basis meldeten Marktberichte ein EPS von 0,21 US-Dollar, womit der Konsens von 0,25 US-Dollar unterschritten wurde. Ungeachtet dieser Verfehlung hob das Unternehmen die Quartalsdividende um 217 Prozent auf 0,0152 US-Dollar pro Aktie an. Die Auszahlung soll am 31. August an die Aktionäre erfolgen, die zum Stichtag am 14. August Anteile halten.
Analystenreaktionen und institutionelle Umschichtungen
Die Reaktionen am Kapitalmarkt fielen gemischt aus. Die Analysten von HC Wainwright bestätigten ihre Kaufempfehlung („Buy“) und setzten ein Kursziel von 27 US-Dollar fest. Im Gegensatz dazu gab sich die Scotiabank vorsichtiger und stufte das Papier mit „Sector Perform“ bei einem gesenkten Kursziel von 22,50 US-Dollar ein. Das durchschnittliche Kursziel der Beobachter liegt aktuell bei rund 23,83 US-Dollar.
Auf der Ebene der institutionellen Anleger kam es im zurückliegenden ersten Quartal zu spürbaren Positionsveränderungen. Dimensional Fund Advisors LP reduzierte seine Beteiligung um 12,3 Prozent und veräußerte über 373.000 Aktien. Der verbleibende Bestand beläuft sich auf rund 2,66 Millionen Anteile im Wert von etwa 57 Millionen US-Dollar. Auf der Gegenseite bauten Adressen wie die Schweizer Nationalbank und Parallel Advisors ihre Positionen leicht aus, während kleinere Häuser wie Morling Financial Advisors oder D.A. Davidson neue Positionen im sechsstelligen US-Dollar-Bereich eröffneten.
Operative Fortschritte und Marktumfeld
Operativ konnte das Unternehmen wichtige Meilensteine vermelden. Neue Genehmigungen tragen dazu bei, die erwartete Lebensdauer der betriebenen Minen zu verlängern. Zudem schloss First Majestic Silver ein Aktienrückkaufprogramm über 1,6 Millionen Anteile ab. Das Kapitalbudget für das Gesamtjahr 2026 wird weiterhin auf eine Spanne zwischen 318 und 344 Millionen US-Dollar geschätzt. Die Liquiditätsposition bleibt mit einem Kassenbestand von 1,09 Milliarden US-Dollar und einem im Quartal generierten EBITDA von 252 Millionen US-Dollar robust.
Trotz der massiven Dividendenerhöhung und des Umsatzsprungs steht der Aktienkurs unter Druck. Am Freitag schloss das Papier mit einem Minus von 3,86 Prozent bei 13,06 €. Seit Beginn des Jahres hat der Wert damit 10,82 Prozent an Boden verloren. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch, das Anfang März 2026 bei 28,79 € markiert wurde, beträgt aktuell 54,64 Prozent.
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