Firefly Aerospace Aktie: NASA-Auftrag über 144 Millionen

Symbolbild, KI-generiert

Firefly Aerospace übertraf im zweiten Quartal die Umsatzprognose deutlich, bestätigte den Jahresausblick und erhielt weitere NASA-Unterstützung.

Auf einen Blick:
  • NASA-Auftrag über rund 144 Millionen Dollar
  • Umsatz im zweiten Quartal stark gewachsen
  • Operativer Verlust belastet die Profitabilität
  • Analysten bewerten die Aktie neutral

Die US-Raumfahrtbehörde NASA setzt verstärkt auf Firefly Aerospace, um die Infrastruktur für eine dauerhafte Präsenz auf dem Mond zu schaffen. Im Rahmen neuer Vereinbarungen erhielt das Unternehmen einen Auftrag über rund 144 Millionen US-Dollar für die Entwicklung von Mondlandegeräten.

Dieser Kontrakt ist Teil einer weitreichenden Strategieanpassung der NASA, die ihre Mittel seit Mai verstärkt von orbitalen Projekten wie dem Lunar Gateway hin zur Oberflächeninfrastruktur des Mondes umschichtet. NASA-Chef Isaacman betonte in diesem Zusammenhang, dass die notwendige Hardware für diese ambitionierten Pläne bereits zur Verfügung stehe.

Rekordumsatz und wachsende Backlogs

Operativ verzeichnete Firefly Aerospace im zweiten Quartal 2026 eine deutliche Expansion. Das Unternehmen meldete einen Rekordumsatz von 117,7 Millionen US-Dollar, was den Marktkonsens von rund 88,5 Millionen US-Dollar weit übertraf.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Wachstum von 659 Prozent. Auch der Auftragsbestand des Unternehmens wuchs signifikant an und wird nun mit rund 1,5 Milliarden US-Dollar beziffert, verglichen mit etwa 1,3 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal.

Trotz des massiven Umsatzwachstums bleibt die Profitabilität eine Herausforderung. Für das zweite Quartal wies Firefly einen operativen Verlust von 95,2 Millionen US-Dollar aus. Die Barreserven des Unternehmens beliefen sich zum Quartalsende auf 459,8 Millionen US-Dollar. Für das Gesamtjahr 2026 bestätigte das Management seine Umsatzprognose in einer Spanne von 420 bis 450 Millionen US-Dollar.

Verzögerungen bei Mondmissionen und geänderte Militärstrategie

Die zeitliche Planung für künftige Missionen zum Mond-Südpol wurde unterdessen konkretisiert. Carlos García-Galán, Manager für die Mondbasis bei der NASA, gab gestern bekannt, dass der Start des Mondlanders Blue Ghost 2 nun für das spätere Jahr 2027 vorgesehen ist. Diese Anpassung ist Teil der ersten Phase des Mondbasis-Aufbaus, die bis zum Jahr 2029 abgeschlossen sein soll, bevor in den 2030er Jahren eine permanente Station in Betrieb geht.

Zusätzliche strategische Relevanz erhält Firefly durch Entwicklungen in der US-Verteidigungspolitik. Am Montag bestätigte US-Luftwaffenminister Troy Maink erstmals offiziell den Einsatz von Weltraumwaffen.

In Branchenanalysen von Experten wie Rob Stallard wird Firefly Aerospace als einer der Akteure identifiziert, die von der neuen Ausrichtung auf kinetische und nicht-kinetische Verteidigungssysteme im All profitieren könnten. Während Details zu diesen Programmen klassifiziert bleiben, deutet die Anerkennung dieser Technologien auf ein wachsendes Marktsegment für private Raumfahrtunternehmen hin.

Analysten bleiben trotz Expansionskurs vorsichtig

Trotz der positiven Nachrichten bei Aufträgen und Umsätzen zeigen sich namhafte Analysehäuser bei der Bewertung der Aktie zurückhaltend. Noah Poponak von Goldman Sachs stuft den Wert derzeit mit „Hold“ ein und setzt ein Kursziel von 34,00 US-Dollar.

Auch die Analysten von Morgan Stanley vergaben zuletzt eine neutrale Einschätzung mit einem Zielwert von 37,00 US-Dollar. Die Experten verweisen dabei auf den anhaltenden Cash-Burn und den Wettbewerbsdruck im Sektor der privaten Mondlandedienste.

An der Börse notiert die Aktie heute bei 17,60 Euro, was einem leichten Tagesminus von 0,8 Prozent entspricht. Damit bewegt sich das Papier weiterhin deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch von 56,50 Euro, das am 27. Mai markiert wurde. Die aktuelle Marktkapitalisierung des Unternehmens wird auf rund 3,06 Milliarden Euro beziffert. Anleger blicken nun auf die weiteren Testflüge und die Einhaltung der neuen Zeitpläne für die kommenden Mond-Missionen.

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