Ein neuer Milliardendeal der NASA – und im gleichen Zug die Ankündigung einer Aktienplatzierung. Firefly Aerospace erlebt einen Tag der Gegensätze.
Der Raumfahrtkonzern sicherte sich einen 75-Millionen-Dollar-Auftrag vom Jet Propulsion Laboratory der NASA. Das Unternehmen soll im Rahmen der „MoonFall“-Mission vier autonome Drohnen zum Südpol des Mondes bringen. Start ist für 2028 geplant. Firefly setzt sein Elytra-Raumschiff ein, das die Drohnen in einem 45-tägigen Flug transportiert und in 50 Kilometern Höhe über dem Zielgebiet absetzt. Die Drohnen sind für einen Mondtag konzipiert. Ihre Aufgabe: Geländekartierung und Standorterkundung für das NASA-Mondbasisprogramm.
Öffentliche Aktienplatzierung angekündigt
Kaum war die gute Nachricht verdaut, folgte die Ernüchterung. Firefly stellte ein öffentliches Aktienangebot von 12 Millionen Aktien vor. Vier Millionen davon stammen aus Gesellschaftsbesitz, acht Millionen von Altaktionären. Den Erlös aus den neu ausgegebenen Aktien will das Unternehmen für sein Kerngeschäft verwenden. Als die Platzierung bekannt wurde, gab die Aktie im nachbörslichen Handel nach.
Volatiler Handelstag
Die Papiere von Firefly zeigten am Mittwoch eine kräftige Kursbewegung. Zunächst sorgte der NASA-Auftrag für Aufschwung. Doch die Aussicht auf Verwässerung drückte die Stimmung. Die Aktie schloss den regulären Handel mit einem Plus, drehte dann aber ins Minus.
Die Luft- und Raumfahrtbranche erlebt derzeit ein gesteigertes Anlegerinteresse. Branchengerüchte über einen möglichen Börsengang von SpaceX befeuern die Fantasie zusätzlich. Analysten verweisen auf Fireflys Fortschritte in der Serienproduktion in Texas. Zugleich bleibt die Bewertung des Unternehmens angesichts der hohen Betriebskosten ein viel diskutiertes Thema.
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