Fincantieri hat beim Bau der Schiffe für Explora Journeys weitere Meilensteine erreicht. Gestern wurde die Explora V auf der Werft Sestri Ponente zu Wasser gelassen. Zugleich fand die Münzzeremonie für die Explora VI statt. Für Anleger stehen damit konkrete Baufortschritte im Mittelpunkt – während mögliche zusätzliche Geschäfte mit der US-Marine und Saipem noch unter Vorbehalt stehen.
Auslieferungen bis Sommer 2028 geplant
Nach Angaben von Fincantieri sollen die Explora IV und die Explora V im Jahr 2027 ausgeliefert werden. Für die Explora VI ist die Übergabe im Sommer 2028 vorgesehen. Der Zeitplan verbindet die gemeldeten Bauetappen damit mit konkreten künftigen Auslieferungszielen.
Die Unterscheidung zwischen Baufortschritt und Übergabe ist für die Einordnung entscheidend. Das Zuwasserlassen der Explora V ist ein erreichter Meilenstein, aber noch keine Auslieferung. Auch die Münzzeremonie der Explora VI steht für einen Bauabschnitt und nicht für den Abschluss des Projekts. Die geplanten Übergaben bleiben deshalb die nächsten wesentlichen Terminanker dieser Schiffe.
US-Marine prüft Umfang eines Bauauftrags
Neben den bestätigten Fortschritten im Kreuzfahrtschiffbau steht ein möglicher Auftrag der US-Marine im Blick. Medienberichten zufolge äußerte sich Vorstandschef Pierroberto Folgiero am Donnerstag zu einem vorläufigen Auftrag für kritische Materialien des LSM-Programms. Er erwartet, dass daraus in Kürze ein Bauvertrag für mehrere Schiffe wird.
Die Marine prüfte demnach noch die Zahl der Schiffe. Damit handelt es sich um eine Erwartung des Unternehmenschefs und nicht um einen bereits bestätigten Bauvertrag. Für die Bewertung möglicher zusätzlicher Aufträge ist diese Trennung wesentlich: Der Materialauftrag und der erwartete Vertrag zum Schiffsbau haben unterschiedliche Verbindlichkeit.
Kooperation und Automatisierung als weitere Vorhaben
Ebenfalls am Donnerstag berichteten Medien über Folgieros Aussagen zu Saipem. Beide Unternehmen prüfen auf Grundlage einer Absichtserklärung mögliche Kooperationsszenarien im Unterwasserbereich. Berichte über ein potenzielles Gemeinschaftsunternehmen für Unterwasser-Verteidigungstechnologie bedeuten damit noch keine beschlossene Gründung.
Parallel verfolgt Fincantieri die Automatisierung seiner Werften. Am 14. Oktober kündigte das Unternehmen an, sein Programm BOOST² breiter auszurollen. Dafür sind zwischen 2026 und 2030 Investitionen von fast 100 Millionen $ geplant.
Die Anlegerperspektive bleibt damit zweigeteilt: Bei Explora meldet Fincantieri erreichte Bauetappen mit geplanten Übergaben. Beim erwarteten Marine-Bauvertrag und einer möglichen Zusammenarbeit mit Saipem geht es dagegen weiterhin um Vorhaben, deren Umsetzung noch nicht bestätigt ist.
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