Das Bergbauunternehmen Ferrexpo plc verzeichnete im dritten Quartal 2026 eine deutliche Drosselung der Förderung. Am 14. Oktober legte die Gesellschaft ihre Produktionszahlen vor. Die kommerzielle Förderung sank im Berichtszeitraum auf 779.975 Tonnen. Gegenüber dem zweiten Quartal mit 963.409 Tonnen entspricht dies einem Rückgang um 19 Prozent.
Als wesentliche Gründe nannte das Management eine angespannte Liquiditätslage, logistische Einschränkungen sowie eine vorübergehende Aussetzung des Betriebs im Hochsommer.
In den ersten neun Monaten des Jahres 2026 summierte sich das Fördervolumen auf 2.336.135 Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum brach die Gesamtproduktion damit um 54 Prozent ein. Die Gesellschaft spürt weiterhin die direkten operativen Einschränkungen an ihren Standorten.
Schrittweiser Wiederanlauf nach Produktionsstopp
Im August war der Betrieb zwischenzeitlich vollständig zum Erliegen gekommen. Erst im September konnte eine einzelne Pelletieranlage nach einer vorangegangenen Kapitalbeschaffung wieder hochgefahren werden. Der schrittweise Neustart unterstreicht, wie stark das Unternehmen auf kurzfristige finanzielle Mittel angewiesen ist, um die Basiskapazitäten aufrechtzuerhalten.
Logistische Engpässe und blockierte Seewege
Neben den betrieblichen Unterbrechungen vor Ort erweist sich der Weitertransport der Rohstoffe als stetiges Nadelöhr. Wie Reuters berichtete, bleibt der Zugang zu den ukrainischen Häfen für den Eisenerzproduzenten gravierend eingeschränkt. Ferrexpo betonte, dass der behinderte Zugang zu den Exportrouten über das Schwarze Meer die Geschäftstätigkeit nachhaltig bremst.
Diese Transportbarrieren ziehen unmittelbare finanzielle Konsequenzen nach sich. So verzögern sich die Verhandlungen über eine mögliche besicherte Handelsfinanzierungsfazilität, da deren Abschluss an funktionierende Lieferketten gebunden ist. Medienberichten zufolge belasten zudem offene Fragen bei der Rückerstattung von Mehrwertsteuern die Kassenlage, weshalb das Management ein striktes Kostensenkungsprogramm verfolgt.
Personelle Situation vor Ort
Parallel zu den wirtschaftlichen Hürden steht auch die Belegschaft unter Druck. Medienberichten zufolge dienten Ende September 837 Mitarbeiter von Ferrexpo in den ukrainischen Streitkräften.
Der personelle Aderlass und die Sicherheitsrisiken erschweren die operative Planung zusätzlich. Für das Management bleibt die Fortführung der Förderung unter diesen Rahmenbedingungen eine tägliche Gratwanderung.
An den Börsen schlägt sich diese Gemengelage in einer gedämpften Bewertung nieder. Aktuell notiert das Wertpapier bei 0,3736 Euro. Seit dem Jahreswechsel büßte der Kurs 58 Prozent ein, liegt damit aber 33 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief.
Ferrexpo-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ferrexpo-Analyse vom 20. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Ferrexpo-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ferrexpo-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
