Ferrexpo Aktie: 80 Millionen Dollar Steuern blockiert

Ferrexpo bleibt an der Londoner Börse suspendiert, da der geprüfte Jahresabschluss fehlt. Die Hauptversammlung fällt eingeschränkt aus, während die Produktion in der Ukraine massiv einbricht.

Auf einen Blick:
  • Handelsaussetzung an der LSE verlängert
  • Fehlender testierter Jahresabschluss als Ursache
  • Hauptversammlung nur mit Routine-Abstimmungen
  • Produktionseinbruch um 72 Prozent im Quartal

Der britische Eisenhersteller Ferrexpo bleibt an der Londoner Börse vorerst vom Handel ausgeschlossen. Die Aufsichtsbehörde FCA bestätigte die Fortsetzung der Suspendierung für die zweite Juniwoche. Grund ist der fehlende geprüfte Jahresabschluss für das vergangene Geschäftsjahr.

Die Wirtschaftsprüfer verweigern bisher ihre Unterschrift unter die Bilanz. Es fehlt eine gesicherte Fortführungsprognose für den Konzern. Diese hängt maßgeblich von einer geplanten Kapitalerhöhung ab, die die Liquidität stabilisieren soll.

Eingeschränkte Hauptversammlung ohne Entlastung

Diese Hängepartie belastet nun auch die Hauptversammlung Ende Juni. Die Tagesordnung bleibt stark eingeschränkt. Aktionäre können lediglich über Routinefragen wie die Wiederwahl von Direktoren abstimmen.

Wichtige Beschlüsse zur Entlastung des Managements oder zum Vergütungsbericht fehlen komplett. Das Unternehmen plant eine separate Versammlung, sobald die geprüften Zahlen vorliegen. Parallel dazu verlässt Vitalii Lisovenko nach neun Jahren den Verwaltungsrat.

Massive Produktionsausfälle in der Ukraine

Die operative Lage in der Ukraine bleibt extrem angespannt. Nach schweren Schäden an der Energieinfrastruktur läuft derzeit nur eine der vier Pelletieranlagen. Die Produktion brach im ersten Quartal massiv ein.

Der Ausstoß sank auf 592.750 Tonnen Eisenerzpellets. Das entspricht einem Rückgang von 72 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Neben den technischen Problemen drückt der ausbleibende Cashflow auf die Stimmung.

Ukrainische Behörden halten derzeit Mehrwertsteuererstattungen in Höhe von etwa 80 Millionen US-Dollar zurück. Ferrexpo sieht darin eine zentrale Hürde für das laufende Cash-Management. Vor der Handelsaussetzung im Mai notierte die Aktie bei etwa 28,58 Pence.

Eine Rückkehr in den regulären Handel ist erst nach der Veröffentlichung des testierten Berichts möglich. Das Management muss nun zeitnah die geplante Kapitalmaßnahme umsetzen. Nur so lässt sich das Vertrauen der Prüfer und der Aufsicht zurückgewinnen.

Ferrexpo-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ferrexpo-Analyse vom 15. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Ferrexpo-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ferrexpo-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Ferrexpo: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)