Die tschechische Investmentgruppe KKCG macht Ernst. Über ihre maritime Beteiligungsgesellschaft will sie den Anteil am italienischen Luxusyachthersteller Ferretti von aktuell 14,5 % auf knapp 30 % verdoppeln. Das Angebot liegt bei 3,50 Euro je Aktie und bewertet den gesamten Konzern mit 1,18 Mrd. Euro. Zum Vergleich: Am Freitag schloss die Aktie in Mailand bei 3,642 Euro.
Die angebotenen 3,50 Euro klingen zunächst nach einem Abschlag. Doch KKCG rechnet anders. Die Prämie von 21,3 % bezieht sich auf den Kurs vom 11. Dezember, dem letzten Handelstag vor einer Serie von Zukäufen durch Hauptaktionär Weichai aus China. Seitdem ist einiges passiert, was die Bewertung nach oben getrieben hat.
KKCG-Chef Karel Komarek macht keinen Hehl aus seinen Ambitionen. Nach Abschluss des Deals will seine Gruppe eigene Kandidaten für den Vorstand von Ferretti nominieren. Das Ziel: Langfristiges Wachstum, sowohl organisch als auch durch weitere Übernahmen. Ein De-Listing steht dabei ausdrücklich nicht zur Debatte.
Knapp unter der Schwelle bleiben
Clever eingefädelt hat KKCG die Schwelle. Bei knapp 30 % ist Schluss, denn ab dieser Marke würde eine Pflichtübernahme greifen. Das will man vermeiden. Stattdessen setzt die tschechische Gruppe auf strategischen Einfluss ohne die Last einer Komplettübernahme. Weichai bleibt Hauptaktionär, KKCG wird zum gewichtigen Mitspieler.
Für Anleger stellt sich jetzt die Frage, ob 3,50 Euro ausreichend sind oder ob hier noch Luft nach oben besteht. Die jüngsten Aktivitäten von Weichai haben den Kurs bereits angetrieben. Bleibt abzuwarten, wie der Markt auf das KKCG-Angebot reagiert und ob weitere Interessenten auf den Plan treten.
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