Ferrari-Aktie: Was morgen bei der HV im Fokus steht!

Der Sportwagenhersteller bekräftigt seine ehrgeizigen Umsatz- und Margenziele für 2026 und setzt sein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm fort.

Auf einen Blick:
  • Bekräftigung der Jahresziele für 2026
  • Start der zweiten Tranche des Aktienrückkaufs
  • Persönliche Ausstattung als wichtiger Umsatzpfeiler
  • Hauptversammlung fokussiert auf Elektrostrategie

Ferrari bereitet sich auf seine Hauptversammlung morgen in Amsterdam vor — und die Agenda ist dicht. Neben der formellen Bestätigung der Dividende steht vor allem die Elektrifizierungsstrategie im Mittelpunkt. Mit dem Ferrari Luce, dem ersten vollelektrischen Sportwagen der Marke, betritt der Hersteller Neuland.

Finanzziele 2026 bestätigt

Der Vorstand hat die Jahresziele für 2026 bekräftigt. Ferrari peilt Nettoerlöse von rund 7,5 Milliarden Euro an — gestützt durch ein Auftragsbuch, das bis weit ins zweite Halbjahr 2027 reicht. Das bereinigte EBITDA soll mindestens 2,93 Milliarden Euro erreichen, was einer Marge von 39 Prozent oder mehr entspricht. Das bereinigte EBIT ist mit mindestens 2,22 Milliarden Euro geplant.

Beim verwässerten Ergebnis je Aktie erwartet das Management mindestens 9,45 Euro. Eingerechnet sind dabei ein negativer Währungseffekt von rund 200 Millionen Euro sowie höhere Markeninvestitionen. Der industrielle Free Cashflow soll bei mindestens 1,5 Milliarden Euro liegen.

Rückkauf läuft, Elektro kommt

Am 13. April startete Ferrari die zweite Tranche seines Aktienrückkaufprogramms. Diese Tranche umfasst bis zu 250 Millionen Euro und läuft bis spätestens 28. August 2026. Davon entfallen bis zu 200 Millionen Euro auf Euronext Mailand, bis zu 50 Millionen auf die New York Stock Exchange. Das Gesamtprogramm hat ein Volumen von 3,5 Milliarden Euro — beschlossen beim Capital Markets Day 2025.

Nach Abschluss der ersten Tranche hält Ferrari knapp 17,5 Millionen eigene Aktien im Bestand. Das entspricht 9,02 Prozent der ausgegebenen Stammaktien.

Personalisierung als Margenstütze

Ferraris Geschäftsmodell lebt von hohen Margen und limitierten Modellen. Individualisierungen machen rund 20 Prozent der Fahrzeug- und Ersatzteilerlöse aus — ein stabiler Puffer gegen Branchengegenwind. Der Purosangue und der SF90 XX tragen 2026 weiter zur Produktmix-Stärke bei, ergänzt durch den Luce-Launch.

Bei der morgigen Hauptversammlung dürfte auch die langfristige Antriebsstrategie bis 2030 zur Sprache kommen. Ob Ferrari dabei konkrete Anpassungen ankündigt, wird Anleger und Beobachter gleichermaßen interessieren.

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