Maranello bereitet sich auf die Bilanz vor. Am Ende des Handelsmonats stehen die Zahlen zum zweiten Quartal 2026 an. Investoren blicken vor allem auf die vollen Auftragsbücher und den Fortschritt bei der Elektro-Strategie.
Analysten erwarten für das abgelaufene Quartal einen Gewinn von 2,83 US-Dollar je Aktie. Der Umsatz soll bei rund 2,14 Milliarden US-Dollar liegen. Im ersten Quartal erlöste Ferrari 1,85 Milliarden Euro.
Trotz geringerer Auslieferungen hielt das Management am Jahresziel fest. Die Prognose von 7,5 Milliarden Euro Umsatz für das Gesamtjahr 2026 bleibt bestehen. Die Produktion wurde zuletzt aufgrund von Modellwechseln bewusst gedrosselt.
Parallel dazu verschiebt sich der Fokus in Richtung E-Mobilität. Mit dem Modell „Luce“ will Ferrari im laufenden Jahr den ersten reinen Stromer etablieren. Das Ziel steht fest: Bis 2030 sollen Elektroautos 20 Prozent des Absatzes ausmachen.
Indes bleibt die Exklusivität das wichtigste Kapital der Italiener. Die Auftragsbücher sind bereits bis Ende 2027 gefüllt. Große Adressen wie Capula Management nutzten zuletzt die Konsolidierung und kauften rund 3.700 Anteile hinzu.
An der Börse herrscht derzeit eine abwartende Haltung. Die Aktie schloss zuletzt bei 316,30 Euro und notiert damit knapp über ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Auf Jahressicht verlor das Papier jedoch rund 28 Prozent an Wert.
Die kommende Woche bringt die Entscheidung über den kurzfristigen Trend. Ferrari muss belegen, dass die Produktion nach dem Modellwechsel wieder planmäßig läuft. Bestätigt der Vorstand das Jahresziel von 7,5 Milliarden Euro, bietet das eine fundamentale Stütze für den Kurs.
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