Der März ist bislang kein guter Monat für die Ferrari-Aktie. Seit Monatsbeginn ging es mit dem Kurs des italienischen Sportwagenbauers um über 15 Prozent bergab. Inzwischen notiert die Aktie auf einem neuen 2-Jahrestief. Warum läuft der Motor von Ferrari nicht mehr rund an der Börse?
Gleich vier Probleme
Ferrari hat momentan mit einer Gemengelage aus vier Problemen zu kämpfen.
Zum Erste trifft der eskalierende Iran-Konflikt trifft den Autohersteller an einer empfindlichen Stelle. Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass Ferrari die Auslieferungen in Teile des Nahen Ostens vorübergehend ausgesetzt hat. Die Region ist für Luxusautohersteller aufgrund der hohen Dichte an wohlhabenden Käufern und der Nachfrage nach hochpreisigen Personalisierungen extrem wichtig für die Marge.
Zum Zweiten zeigen sich viele Anleger enttäuscht über die Elektro-Strategie der Italiener. Ferrari hat das Ziel für den Anteil vollelektrischer Fahrzeuge am Gesamtabsatz bis 2030 von ursprünglich 40 Prozent auf nur noch 20 Prozent halbiert. Während Ferrari damit auf die weltweit schwächere Nachfrage im Luxus-Elektrosegment reagiert, fürchten einige Investoren, dass der technologische Anschluss verloren gehen könnte.
Zum Dritten zeigen sich Risse in der Wachstumsgeschichte der Sportwagenschmiede. Für 2026 erwartet das Management ein Umsatzwachstum von etwa fünf Prozent. In den Vorjahren waren die Anleger zweistellige Raten gewohnt.
Und zum Vierten könnten sich früher oder später auch die US-Zölle negativ auf Ferrari auswirken. Die USA sind der größte Markt für die Italiener, die jedes einzelne Fahrzeuge jedoch über den Atlantik exportieren müssen.
Eine überfällige Korrektur?
Für viele Analysten ist die jüngsten Kurskorrektur der Ferrari-Aktie jedoch nur eine überfällige Reduzierung der lange Zeit sehr hohen Bewertung. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis der Sportwagenbauers liegt immer noch weit über dem „normaler“ Autohersteller.
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