Die Italiener ziehen die Notbremse. Ferrari hat die meisten Lieferungen in den Nahen Osten vorübergehend gestoppt, wie Bloomberg unter Berufung auf eine Stellungnahme des Unternehmens berichtet. Nur wenige Fahrzeuge werden noch per Luftfracht in die Region transportiert. Der Grund sind die anhaltenden Konflikte, die den Schiffstransport erschweren und Luftfracht extrem teuer machen.
Das klingt zunächst nach einer Randnotiz. Ist es aber nicht. Denn der Nahe Osten mag zwar weniger als 5% des gesamten Ferrari-Absatzes ausmachen, bringt aber die höchsten Gewinnmargen. Wohlhabende Käufer aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Katar bestellen bevorzugt stark individualisierte Top-Modelle. Steuerfrei und ohne Kompromisse. Diese Kunden fehlen jetzt.
Ferrari N.V. Aktie Chart
Ferrari unter Druck von allen Seiten
Die Situation wird noch brenzliger, wenn man den Gesamtkontext betrachtet. Ferrari verliert Marktanteile in China und kämpft mit US-Zöllen. Die ölreichen arabischen Staaten sollten eigentlich die Lücke füllen. Allein in den VAE sind rund 20% aller verkauften Fahrzeuge Premium-Importe. Genau diese Strategie fällt nun weg.
Seit Beginn des Iran-Konflikts hat die Ferrari-Aktie 16% verloren und am Donnerstag ein neues Zweijahrestief markiert. Auch Mercedes-Benz, BMW und Porsche verzeichnen vergleichbare Verluste und beobachten die Lage angespannt. Mercedes spricht von einer „dynamischen Entwicklung“, die man genau verfolge. Übersetzt heißt das wohl: Niemand weiß, wie lange das noch dauert.
Ferrari muss jetzt schnell Alternativen finden. Die Kombination aus schwächelndem China-Geschäft, US-Zöllen und dem Ausfall der margenstärksten Region ist Gift für die Zahlen. Anleger sollten sich auf volatilere Zeiten einstellen, denn eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht.
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