Der Ladesäulen-Spezialist Fastned hat einen entscheidenden Wendepunkt erreicht. Das Unternehmen wächst nun deutlich schneller als seine Kosten. Diese operative Hebelwirkung treibt die Aktie auf ein neues Jahreshoch.
Das operative EBITDA verdoppelte sich im ersten Halbjahr auf 37,4 Millionen Euro. Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 17,9 Millionen Euro. Das Management sieht darin den Beweis für die zunehmende Skalierbarkeit des Geschäftsmodells.
Der Umsatz kletterte zeitgleich um 45 Prozent auf 83,5 Millionen Euro. Besonders das Kerngeschäft mit Ladestrom überzeugte. Hier stiegen die Erlöse trotz technischer Verzögerungen bei niederländischen E-Credits auf 75,1 Millionen Euro.
Prognose deutlich angehoben
Nach dem starken Halbjahr schraubt der Vorstand die Erwartungen hoch. Die Zielmarge für das operative EBITDA liegt nun bei rund 45 Prozent. Zuvor kalkulierte Fastned mit höchstens 40 Prozent.
Parallel dazu wuchs das Netzwerk auf 434 Stationen an. In Deutschland knackte Fastned die Marke von 60 Standorten. Ein neuer Hub in London markiert den erfolgreichen Markteintritt in der britischen Hauptstadt.
Analysten sehen weiteres Potenzial
Die Aktie reagierte mit einem Sprung von über sieben Prozent auf 38,35 Euro. Damit notiert das Papier nur knapp unter dem neuen 52-Wochen-Hoch von 38,95 Euro. Die Analysten von Degroof Petercam hoben ihr Kursziel folgerichtig auf 40 Euro an.
Für das restliche Jahr plant Fastned bis zu 100 neue Stationen. Die Finanzierung ist durch eine grüne Fazilität über 200 Millionen Euro gesichert. Damit steuert das Unternehmen auf ein Gesamtnetz von über 476 Standorten bis zum Jahreswechsel zu.
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