Fanuc präsentiert in Chicago die Zukunft der Robotik. An der Börse herrscht allerdings Katerstimmung. Während der Automatisierungsspezialist neue Partnerschaften für künstliche Intelligenz schmiedet, verliert das Papier deutlich an Boden.
KI-Offensive in Chicago
Fanuc baut die Zusammenarbeit mit der Plattform Vention massiv aus. Das Ziel ist eine einfachere Programmierung durch digitale Zwillinge. Hersteller planen und steuern so komplexe Systeme ohne manuellen Code. Die Cloud-Umgebung unterstützt dabei verschiedene Roboterfamilien des Konzerns.
Parallel dazu zeigt Fanuc mit der Alphabet-Tochter Intrinsic neue Anwendungen für adaptive Intelligenz. Roboter nehmen ihre Umgebung aktiv wahr und treffen Entscheidungen in Echtzeit. Das System automatisiert Aufgaben wie das Einsetzen elektronischer Bauteile. Bisher war dafür mühsame manuelle Programmierung nötig.
Kurssturz trotz Rekordjahr
Die Aktie verlor am Dienstag sieben Prozent an Wert. Der Kurs sank damit auf 39,98 Euro. Damit notiert der Titel nur noch knapp über dem kurzfristigen Trend-Durchschnitt. Das Papier entfernt sich weiter vom Rekordhoch bei 48,50 Euro. Dennoch bleibt die Bilanz des vergangenen Jahres mit einem Plus von rund 81 Prozent stark.
Druck kommt von den jüngsten Branchendaten des japanischen Werkzeugmaschinenverbands JMTBA. Zwar stiegen die Aufträge im Mai im Jahresvergleich um 37,4 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat kühlte sich die Nachfrage jedoch um 6,4 Prozent ab. Diese kurzfristige Abkühlung belastet die Stimmung im Sektor.
Im Juni 2026 findet die Jahreshauptversammlung des Konzerns statt. Im Anschluss zahlt Fanuc die Schlussdividende für das im März beendete Geschäftsjahr aus.
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