FACC Aktie: Jakovlje eröffnet erweiterte Fertigung

Symbolbild, KI-generiert

Mit 36 Millionen Euro Ausbau in Jakovlje und mehr als 500 Beschäftigten stärkt FACC seine Fertigungskapazitäten.

Auf einen Blick:
  • Kanadische Tochter besteht seit 20 Jahren
  • Mehr als 80 Beschäftigte in Kanada
  • Jakovlje-Ausbau kostete 36 Millionen Euro
  • Quartalszahlen folgen am 11. November

Wie positioniert sich der Luftfahrtzulieferer Facc für das weltweite Wachstum im Passagierverkehr? Am Montag feierte das Unternehmen das 20-jährige Bestehen seiner kanadischen Tochtergesellschaft. Der Standort zählt mehr als 80 Beschäftigte und liefert komplexe Flugzeugstrukturen sowie moderne Komponenten für die Kabinenausstattung nordamerikanischer Flugzeugprogramme.

Die Aktivitäten in Übersee bilden eine wichtige Säule der globalen Ausrichtung. Für Zulieferer gewinnt die direkte Verankerung in den großen Fertigungsregionen zunehmend an Gewicht, um Lieferketten abzusichern und Kundenanforderungen flexibel zu begegnen. Zeitgleich treibt das Management deshalb auch die Modernisierung und Erweiterung der europäischen Standorte voran.

Ausbau der Fertigung im kroatischen Werk

Im Zentrum dieser europäischen Wachstumspläne steht der Standort in Kroatien. Am 23. September eröffnete FACC die erweiterte Fertigung in Jakovlje, in die das Unternehmen insgesamt 36 Millionen Euro investiert hat. An dem ausgebauten Produktionsstandort sind mittlerweile mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigt.

Medienberichten zufolge stärkt der Ausbau nicht zuletzt das technologische Profil des Standorts. Neben einer automatisierten Lackieranlage nimmt in Jakovlje auch die Pressenfertigung für Composite-Bauteile ihren Betrieb auf. Nach Angaben von CEO Robert Machtlinger soll vor Ort zudem ein Exzellenzzentrum für die Entwicklung von Flugzeuginterieur entstehen, um Jakovlje als konzernweites Kompetenzzentrum zu etablieren.

Solide Entwicklung an der Börse

Am Kapitalmarkt wird der Ausbau der Kapazitäten mit Wohlwollen begleitet. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie einen Wertzuwachs von 39 Prozent. Am gestrigen Dienstag schloss das Papier mit einem leichten Abschlag von 0,5 Prozent bei 15,80 Euro.

Für die weitere Kursentwicklung dürfte entscheidend sein, wie zügig die erweiterten Kapazitäten zur Steigerung der Auslieferungen beitragen. Zusätzliche Flächen und automatisierte Anlagen sollen dabei helfen, die steigenden Programmraten der Flugzeughersteller ohne Engpässe zu bedienen und Skaleneffekte in der Fertigung zu realisieren.

Zwischenbericht im Spätherbst

Aufschluss über die finanzielle Entwicklung liefert der anstehende Zwischenbericht. Laut dem offiziellen Finanzkalender legt FACC die Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2026 am 11. November vor. Dieser Termin markiert für Investoren die nächste wichtige Wegmarke zur Beurteilung der operativen Fortschritte.

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