Facc ist endgültig aus dem Schatten der großen Flugzeugbauer getreten. Lange galt der oberösterreichische Leichtbauspezialist als Geheimtipp. Nun liefern die aktuellen Zahlen die Bestätigung für eine fundamentale Neubewertung.
Profit mehr als verdoppelt
Im ersten Quartal 2026 steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 11,8 Prozent auf 258,2 Millionen Euro. Beeindruckender fiel die Entwicklung beim operativen Ergebnis (EBIT) aus. Mit 9,7 Millionen Euro hat sich dieser Wert im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.
Dieser Erfolg stützt sich auf die breite Kundenbasis. FACC fertigt Komponenten für Passagierjets, Business-Flugzeuge und Logistikdrohnen. Parallel dazu festigte die erneute Auszeichnung als „Supplier of the Year“ durch Embraer die Position als verlässlicher Partner der Industrie.
Investitionen in neue Kapazitäten
Das Management investiert massiv in den Standort Oberösterreich. Rund 120 Millionen Euro fließen in ein neues Werk. Damit will FACC die weltweit steigende Nachfrage bedienen. Die Folge: Die Produktionskapazitäten wachsen in den kommenden Jahren deutlich an.
Nach Jahren der Enthaltsamkeit profitieren Aktionäre wieder direkt vom Erfolg. Für das Geschäftsjahr 2025 schüttete FACC im Juni 0,10 Euro je Aktie aus. Es war die erste Dividende seit 2019. Marktbeobachter erwarten für 2026 bereits eine Steigerung auf 0,18 Euro.
Rallye legt Verschnaufpause ein
An der Börse wird dieser Kurswechsel honoriert. Trotz einer leichten Korrektur auf 17,02 Euro liegt die Aktie im Zwölf-Monats-Vergleich mit rund 149 Prozent im Plus. Seit Jahresbeginn summiert sich der Zuwachs auf 47,49 Prozent.
Für das Gesamtjahr 2026 bleibt der Vorstand optimistisch. Er peilt ein Umsatzplus zwischen 5 und 15 Prozent an. Höhere Kosten für Material und Personal stehen zwar auf der Agenda. Diese Belastungen will das Unternehmen durch effiziente Prozesse und steigende Produktionsraten auffangen.
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