Der oberösterreichische Luftfahrtzulieferer Facc stellt die Weichen für ein langfristiges Kapazitätswachstum. Das Unternehmen reagiert auf die anziehende Nachfrage im globalen Luftverkehr mit einer massiven Investition in die heimische Produktion.
Ein neues Werk mit einem Investitionsvolumen von rund 120 Millionen Euro soll die Fertigungskapazitäten signifikant erweitern und die Rolle des Konzerns als wichtiger Partner der großen Flugzeugbauer festigen.
Strategische Aufträge und Kapazitätsausbau
Grundlage für die Expansionspläne ist eine anhaltend positive Auftragsentwicklung. Besonders im Bereich der Kabinenausstattungen konnte FACC zuletzt Erfolge verbuchen. So sicherte sich das Unternehmen einen neuen Auftrag des brasilianischen Flugzeugherstellers Embraer.
Die Zusammenarbeit zwischen beiden Häusern ist eng: Medienberichten zufolge wurde der Zulieferer von Embraer bereits zum dritten Mal in Folge als „Supplier of the Year“ ausgezeichnet.
Um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden, investiert der Konzern nun massiv in die Standorterweiterung. Der Fokus liegt dabei auf der Errichtung moderner Fertigungsanlagen in Oberösterreich. Diese Maßnahme ist Teil einer langfristigen Strategie, die darauf abzielt, die Effizienz zu steigern und die technologische Marktführerschaft bei Leichtbaukomponenten für die Luftfahrtindustrie zu behaupten.
Finanzielle Erholung ermöglicht Dividenden-Rückkehr
Die wirtschaftliche Stabilisierung schlägt sich auch in der Bilanz nieder. Nachdem der Konzern vor gut drei Wochen seine Zahlen für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt hatte, bestätigte sich der Aufwärtstrend. In diesem Zeitraum stieg der Umsatz um 8,6 Prozent auf 526,3 Millionen Euro.
Besonders deutlich fiel das Plus beim operativen Ergebnis aus: Das EBIT verbesserte sich um 37,5 Prozent auf 25,3 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 15,03 Millionen Euro, was eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert von 9,83 Millionen Euro darstellt.
Für Anleger markiert das Jahr 2026 zudem die Rückkehr zur Dividende. Erstmals seit dem Geschäftsjahr 2019 schüttete das Unternehmen im Juni wieder eine Gewinnbeteiligung von 0,10 Euro je Aktie an seine Anteilseigner aus. Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 erwarten Analysten laut Medienberichten im Konsens eine weitere Steigerung auf 0,18 Euro je Aktie.
Ambitionierte Ziele für die kommenden Jahre
Das Management hat seine Ziele für die nahe Zukunft konkretisiert. Für das laufende Jahr wird ein Umsatzwachstum zwischen 10 und 15 Prozent angestrebt, wobei die EBIT-Marge in einer Spanne von 5,25 bis 6,25 Prozent liegen soll. Bis zum Jahr 2027 verfolgt FACC das Ziel, die operative Marge auf 8 Prozent zu steigern.
An der Börse wird diese Entwicklung positiv gewürdigt. Die Analysten der Montega AG bestätigten am vergangenen Dienstag ihre Kaufempfehlung für das Papier.
Das Vertrauen der Investoren spiegelt sich auch im Aktienkurs wider, der am heutigen Dienstag bei 16,36 Euro notiert. Damit hat der Wert seit Jahresbeginn um 44 Prozent an Wert gewonnen und liegt aktuell rund 14 Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt, was den langfristig positiven Trend unterstreicht.
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