Die Märkte müssen sich auf eine fundamentale Kehrtwende einstellen. Gleich drei große US-Investmentbanken haben ihre Prognosen radikal geändert. J.P. Morgan, Morgan Stanley und Barclays erwarten nun Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank im Jahr 2026. Noch vor kurzem gingen alle drei davon aus, dass die Zinsen auf dem aktuellen Niveau verharren würden.
Der Grund für diesen drastischen Schwenk liegt auf der Hand. Die EZB beließ am Donnerstag ihren Leitzins zwar erwartungsgemäß bei 2 Prozent, doch die Töne aus Frankfurt werden schärfer. Die Notenbanker signalisieren klar: Wenn der Iran-Krieg die Inflation im Euroraum zu stark anheizt, werden sie handeln müssen. Die Energiepreise steigen bereits, Versorgungsrouten sind unterbrochen.
Die Banken rechnen mit raschen Schritten
Barclays und J.P. Morgan gehen davon aus, dass die EZB bereits im April 2026 die Zinsen anhebt. Weitere Erhöhungen sollen im Juni und Juli folgen. Morgan Stanley erwartet zwei Zinsschritte um jeweils 25 Basispunkte im Juni und September. Die Märkte haben das bereits eingepreist: Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im April liegt bei rund 60 Prozent, für das Gesamtjahr werden mindestens zwei Anhebungen erwartet.
Einige EZB-Vertreter zögern allerdings noch. Das April-Treffen bietet keine aktualisierten Prognosen, was manche als zu früh für eine Entscheidung ansehen. Der Juni könnte der geeignetere Zeitpunkt sein. Doch die Richtung ist klar: Die Ära der Zinspause endet früher als gedacht.
Speziell für Aktienanleger sind dies keine guten Neuigkeiten. Höhere Zinsen bedeuten teurere Kredite und Druck auf Aktienbewertungen. Die europäischen Finanzmärkte reagierten bereits nervös. Wer jetzt noch auf ewig niedrige Zinsen setzt, könnte böse erwachen.
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