EZB: Villeroy setzt Zeichen

EZB-Ratsmitglied Villeroy de Galhau signalisiert eine Zinserhöhung im Juni, um die auf drei Prozent gestiegene Inflation zu bekämpfen.

Auf einen Blick:
  • Klares Signal für Zinserhöhung im Juni
  • Inflation in der Eurozone steigt auf drei Prozent
  • Energiepreise treiben Teuerungsrate an
  • Euro gewinnt gegenüber Dollar und Pfund

Der Ton aus Frankfurt wird schärfer. Mehrere hochrangige EZB-Entscheidungsträger haben in den letzten Tagen unmissverständlich auf eine Zinserhöhung im Juni hingedeutet — und die Märkte reagieren.

EZB-Ratsmitglied François Villeroy de Galhau ließ am Dienstag in einem CNBC-Interview wenig Interpretationsspielraum: Die Zentralbank werde „alles Notwendige“ tun, um die Inflation auf ihr Zwei-Prozent-Ziel zurückzuführen. Ähnlich klar hatte er sich bereits am Montag in einem Zeitungsinterview geäußert.

Energiepreise als Zünder

Hintergrund ist ein erneuter Inflationsanstieg in der Eurozone. Die Schließung der Straße von Hormus im Zuge des anhaltenden Nahost-Konflikts hat die Energieversorgung gestört und die Rohölpreise in die Höhe getrieben. Die Folge: Die Headline-Inflation im Euroraum sprang im April auf drei Prozent — nach 2,6 Prozent im Vormonat.

EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel warnte indes vor einem strukturellen Problem. Die Eurozone habe frühere negative Energieszenarien bereits überschritten, und Zweitrundeneffekte — also die Übertragung gestiegener Energiekosten auf Löhne und Preise — breiteten sich zunehmend aus. Villeroy de Galhau sieht das ähnlich: Die bisherigen Daten deuteten zwar noch auf erste Runde-Effekte hin, doch sei „extreme Wachsamkeit“ geboten.

April-Pause war das letzte Innehalten

Im April hatte die EZB den Leitzins noch bei zwei Prozent belassen und auf weitere Daten gewartet. Diesen Spielraum dürfte die Notenbank im Juni kaum mehr nutzen. EZB-Präsidentin Christine Lagarde gehört ebenfalls zu jenen, die eine Erhöhung im nächsten Monat signalisieren.

Der Devisenmarkt hat die Botschaft bereits eingepreist: Der Euro legte sowohl gegenüber dem britischen Pfund als auch gegenüber dem US-Dollar zu — ein klassisches Zeichen, dass Anleger höhere Zinsen in der Eurozone für wahrscheinlich halten.

Villeroy de Galhau scheidet nach elf Jahren im Juni aus dem Amt des Notenbankgouverneurs Frankreichs aus. Sein Nachfolger wird Emmanuel Moulin. Eine letzte geldpolitische Weiche stellt er damit noch selbst.

Obducat (B)-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Obducat (B)-Analyse vom 27. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Obducat (B)-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Obducat (B)-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Obducat (B): Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)