ExxonMobil-Aktie: Das wird teuer!

ExxonMobils Aktie verliert nach Allzeithoch an Schwung, da steigende Transportkosten und LNG-Produktionsrisiken in Katar einen Teil der Gewinnchancen aus höheren Ölpreisen schmälern.

Auf einen Blick:
  • Aktie fällt nach Allzeithoch bei 160 Dollar
  • Hohe Transportkosten durch Umleitungen
  • Zwei Drittel der LNG-Produktion in Katar
  • Kosten dämpfen Euphorie trotz hoher Ölpreise

Nach dem Kriegsausbruch im Iran sprang die ExxonMobil-Aktie zunächst auf ein neues Allzeit-Hoch bei knapp 160 US-Dollar und die Märkte sahen in dem Ölmulti einen klaren Profiteur der Entwicklung, welche rasant steigende Ölpreise mit sich bringt. Doch in den letzten Tagen folgte darauf auch etwas Ernüchterung und der Kurs fiel bis Handelsschluss am Mittwoch auf 149,82 Dollar zurück.

Das könnte damit zu tun haben, dass auch für ExxonMobil die Kosten steigen, und das stellenweise nicht zu knapp. Durch die Sperrung der Straße von Hormus wird der Konzern zu teils langen Alternativrouten gezwungen. Angekündigt wurde beispielsweise, mit zwei Tankern Öl aus Texas in Richtung Australien zu verschiffen. Die Kosten dafür belaufen sich auf schätzungsweise 20 Dollar je Barrel.

ExxonMobil auf dem Trockenen?

Beim Gas scheint die Lage sogar noch schwieriger auszufallen. Laut den Analysten von RBC Capital entfallen bei ExxonMobil rund zwei Drittel des gesamten LNG-Produktion auf Qatar. Nun hat das Unternehmen zwar angekündigt, die Förderung in den USA ankurbeln zu wollen. Damit werden Ausfälle sich aber nicht über Nacht egalisieren lassen.

Exxon Mobil Aktie Chart

Noch lässt sich nicht genau beziffern, wie stark ExxonMobil belastet wird. Doch zumindest einen Teil der durch höhere Ölpreise steigenden Gewinne wird durch die zusätzlichen Kosten aufgefressen. Das dämpft an der Börse die Euphorie und lässt die Aktie trotz weiterhin steigender Ölpreise auf dem Boden bleiben.

Keine Gewinner

Wie so oft im Kriegsfall zeichnet sich ab, dass es bei keine echten Gewinner gibt. Zwar wird hier und dort über Chancen spekuliert. Doch Risiken lassen sich nicht dauerhaft ausblenden. Für ExxonMobil wäre es zwar nicht das schlechteste Szenario, sollten die Ölpreise sich dauerhaft auf höherem Niveau einpendeln. Welcher Preis dafür gezahlt werden muss, diese Frage müssen sich die Anleger aber wohl auch stellen.

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