ExxonMobil-Aktie: Trump schlägt zurück!

Der US-Präsident reagiert verärgert auf die ablehnende Haltung des Ölkonzerns zu Investitionen in Venezuela

Auf einen Blick:
  • Trump erwägt Ausschluss von ExxonMobil aus Venezuela-Geschäften
  • CEO Woods nannte Venezuela
  • Venezuela schuldet ExxonMobil und ConocoPhillips über 13 Milliarden Dollar
  • Exxon fordert grundlegende Rechtsreformen vor Rückkehr

Die Stimmung zwischen Donald Trump und ExxonMobil ist am Wochenende ordentlich gekippt. Der US-Präsident ließ durchblicken, dass er den Ölriesen möglicherweise von Investitionen in Venezuela ausschließen will. Der Grund für den Ärger im Weißen Haus ist schnell gefunden. CEO Darren Woods hatte Venezuela bei einem Treffen vergangene Woche als „uninvestierbar“ bezeichnet.

Trump hatte die Chefs von mindestens 18 Ölkonzernen eingeladen, um für Investitionen von 100 Milliarden Dollar in Venezuelas Ölindustrie zu werben. Doch Woods bremste die Euphorie des Präsidenten deutlich aus. ExxonMobil wurden bereits zweimal Vermögenswerte in Venezuela enteignet, zuletzt 2007 unter Hugo Chávez. Gemeinsam mit ConocoPhillips fordert der Konzern noch immer über 13 Milliarden Dollar aus Schiedsverfahren zurück.

Trump verärgert über skeptische Haltung

„Mir hat die Reaktion von Exxon nicht gefallen“, sagte Trump auf dem Rückflug nach Washington am Sonntag. „Ich werde wahrscheinlich dazu neigen, Exxon draußen zu halten. Mir hat ihre Antwort nicht gefallen. Die spielen zu clever.“ Woods hatte im Weißen Haus klargestellt, dass Venezuela seine Gesetze grundlegend ändern müsse, bevor eine Rückkehr infrage komme. Die bisherigen rechtlichen und kommerziellen Rahmenbedingungen seien schlicht nicht tragbar.

ConocoPhillips-Chef Ryan Lance schlug in eine ähnliche Kerbe und forderte eine komplette Umstrukturierung des venezolanischen Energiesystems samt Staatskonzern PDVSA. Trump konterte, dass die USA mit einem sauberen Schnitt beginnen würden. Vergangene Verluste seien Sache der Unternehmen gewesen.

Die Ölfirmen werden sich nun genau überlegen müssen, wie sie mit Trumps Venezuela-Offensive umgehen. ExxonMobil steht vor der Wahl zwischen politischem Wohlwollen und wirtschaftlicher Vernunft. Nach zwei Enteignungen dürfte die Skepsis bei den Aktionären jedenfalls groß sein.

Exxon Mobil-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Exxon Mobil-Analyse vom 13. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Exxon Mobil-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Exxon Mobil-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Exxon Mobil: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)