Engpässe am Golf belasten das Geschäft
Exxon Mobil blickt auf ein Umfeld, das für den globalen Energiemarkt heikler kaum sein könnte. Konzernchef Darren Woods warnt vor erheblichen Risiken für die Versorgungskette, falls die Spannungen im Nahen Osten weiter auf die Schifffahrt durch die Straße von Hormus durchschlagen.
Die Lage ist nicht abstrakt. Rund 20 Prozent des weltweiten Öltransports laufen durch diese Passage. Woods hält es für möglich, dass die aktuellen Marktpreise die langfristigen Schäden einer anhaltenden Instabilität noch nicht vollständig abbilden.
Hinzu kommt ein konkreter operativer Schaden für den Konzern: Zwei LNG-Anlagen in Katar wurden beschädigt. Die Reparaturen dürften sich über drei bis fünf Jahre ziehen. Das zeigt, wie zäh solche Störungen im Energiesektor wirken können.
Raffinerien fangen einen Teil des Drucks auf
Während der obere Teil der Lieferkette unter geopolitischem Stress steht, läuft das Downstream-Geschäft robuster. Die Raffinerie- und Kraftstoffsparte des Konzerns kam im ersten Quartal auf einen Gewinn von 2,8 Milliarden Dollar, nach deutlich weniger im Vorjahreszeitraum.
Das passt ins Bild eines Markts, in dem knappe Angebote und hohe Nachfrage die Margen im Raffineriegeschäft stützen. Gleichzeitig schrumpfen die kommerziellen Lagerbestände laut IEA so schnell wie lange nicht mehr. Mit der Reise- und Pflanzsaison steigt der Bedarf an Diesel, Kerosin und Benzin weiter.
Aktie bleibt gesucht, aber nervös
An der Börse hat sich das in Bewegung, aber nicht in Ruhe übersetzt. Die Aktie notiert bei 139,74 Euro und damit 1,48 Prozent fester als am Vortag. Auf Sicht von sieben Tagen liegt sie fast 9 Prozent im Plus, seit Jahresbeginn sogar gut 33 Prozent.
Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt nur noch 6,53 Prozent. Der Kurs liegt auch klar über dem 50-Tage- und weit über dem 200-Tage-Durchschnitt. Das spricht für einen intakten Aufwärtstrend, auch wenn die hohe 30-Tage-Volatilität von 41,18 Prozent zeigt, wie sensibel der Titel auf Nachrichten aus dem Nahen Osten reagiert.
Am frühen Juni-Termin der Dividendenzahlung hält Exxon an seiner Ausschüttung fest. Für den Markt bleibt der eigentliche Treiber aber ein anderer: Solange die Straße von Hormus ein Risikofaktor bleibt und die Lagerbestände sinken, dürften Ölpreis und Exxon-Aktie anfällig für neue Ausschläge bleiben.
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