Der Wirkstoffforscher Evotec setzt bei der Entwicklung neuer Medikamente zunehmend auf künstliche Intelligenz, wie das Unternehmen im Rahmen eines Blogbeitrags betont. Demnach liegt der Schlüssel zum Erfolg jedoch nicht allein in leistungsfähigen Algorithmen. Entscheidend sei vielmehr die Verbindung aus modernster Datenanalyse, biologischer Forschung und der Erfahrung von Wissenschaftlern.
Evotec-Aktie: KI soll Forschung effizienter machen
Evotec beschreibt künstliche Intelligenz als Werkzeug, das Forschungsprozesse beschleunigen kann, nicht jedoch als Ersatz für menschliche Expertise. Das Unternehmen integriert KI entlang großer Teile der Wirkstoffentwicklung. Die Anwendungen reichen von der Identifizierung neuer Angriffspunkte für Medikamente bis zur Auswahl vielversprechender Wirkstoffkandidaten.
Nach Angaben von Christophe Boldron, Leiter des Bereichs Molecular Architects bei Evotec, ist die Einbindung von KI inzwischen ein wesentlicher Bestandteil der Forschungsabläufe. Dadurch könnten wissenschaftliche Erkenntnisse schneller gewonnen und Entwicklungsprogramme effizienter gestaltet werden.
Evotec-Aktie: Daten bleiben der entscheidende Rohstoff
Besonders wichtig sind dabei große Datenmengen aus Genforschung, Proteinforschung und anderen biologischen Analysen. Rui Wang, Leiter des KI- und Simulationsgeschäfts bei Evotec, betont, dass künstliche Intelligenz nur dann leistungsfähig sei, wenn hochwertige Daten und ein tiefes Verständnis der Erkrankungen vorhanden seien. KI könne keine wissenschaftlichen Erkenntnisse aus dem Nichts erzeugen. Menschliche Erfahrung bleibe daher unverzichtbar.
Evotec hebt hervor, über umfangreiche Forschungsplattformen und leistungsfähige Analysewerkzeuge zu verfügen. Die Kombination aus Datenerzeugung, Datenanalyse und computergestützter Modellierung soll die Entwicklung neuer Therapien beschleunigen.
Für Anleger zeigt der Blogbeitrag, wie stark künstliche Intelligenz inzwischen die Pharmaforschung verändert. Evotec positioniert sich dabei als Anbieter, der KI nicht als eigenständiges Produkt vermarktet, sondern direkt in die Medikamentenentwicklung integriert.
Je erfolgreicher solche Technologien die Forschungsdauer und Kosten reduzieren, desto größer könnten die Wettbewerbsvorteile für Unternehmen wie Evotec werden. Künstliche Intelligenz hilft dabei, in großen Datenmengen Zusammenhänge zu erkennen und potenzielle Wirkstoffe schneller zu identifizieren.
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