Die Aktie von Evotec scheint ihre Durststrecke nach dem Quartalsbericht vom 6. Mai erst einmal überwunden zu haben. Am Donnerstag Frankfurt ging es bis zum Mittag um weitere 4,7 Prozent nach obenm auf wieder 5,08 Euro. Damit haben sich die Papiere des Wirkstoffforschungs-Unternehmens von ihrem Tief bei 4,53 Euro vom vergangenen Donnerstag um gut 12 Prozent abgesetzt. Zu Recht, meint ein kanadischer Analyst. Ein deutsche hält dagegen. Ihre Kursziele wirken wie gewürfelt.
Evotec-Kursziele zwischen 4,50 und 10 Euro
Da wäre zum einen die kanadische Bank RBC, die Evotec nach Quartalszahlen auf „Outperform“ mit einem Kursziel von 10 Euro belassen hatte – mithin also eine Kursverdopplung erwartet. Der Pharmawirkstoffforscher und -entwickler habe die Konsensschätzungen klar verfehlt, aber die Jahresziele bestätigt, argumentierte Charles Weston laut Medienberichten. Der schwache Jahresbeginn sollte „im Kontext der üblichen Saisonalität gesehen werden“, so Weston. Zudem stünden mit der angekündigten Prüfung strategischer Optionen Fusions- und Übernahmefantasien im Fokus.
- Doch diese positive Einschätzung blieb nicht unwidersprochen
- Die Deutsche Bank hält die Aktie selbst jetzt für überbewertet
Analyst Fynn Scherzler hatte Evotex nach Zahlen auf „Hold“ mit einem Kursziel von 4,50 Euro belassen, weniger als die Hälfte der Prognose des US-Kollegen. Der Wirkstoffforscher habe im ersten Quartal „die schon tief gestapelten Erwartungen noch verfehlt“, schrieb er. Es gebe nach wie vor keine Fortschritte bei Evotec, was die operative Entwicklung betreffe. Die Prüfung strategischer Optionen mache zwar etwas Hoffnung, sei aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch zu vage.
RBC musste sich mehrfach korrigieren
Das Unternehmen scheint schwer einzuschätzen. Wer Recht behält, wird die Zukunft zeigen. Zur Einordnung aber sei gesagt, dass RBC-Analyst Weston noch bis zum September 2025 von einem mittelfristigen Kurs bei der Evotec-Aktie von 11,90 Euro ausging. Seitdem musste er seine Erwartungen immer weiter zurückfahren.
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