Evotec hat die Gesamtzahl seiner Stimmrechte aktualisiert – ein formaler Schritt, der nach der Ausgabe neuer Aktien fällig wird. Die Aktie zeigt sich davon unbeeindruckt. Am Freitag notiert das Papier bei 5,24 Euro, ein Plus von 3,15 Prozent zum Vortag.
Der MDAX-Konzern gab die neue Stimmrechtszahl mit 177.907.695 bekannt. Die Änderung resultiert aus der Ausgabe von Bezugsaktien. Alle Papiere sind Stammaktien, Mehrstimmrechte bestehen nicht. Die Marktkapitalisierung liegt damit bei rund 908 Millionen Euro.
Stabilisierung nach turbulenten Wochen
Nach einem Rutsch auf das 52-Wochen-Tief bei 4,14 Euro im März erholt sich die Aktie langsam. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 4,91 Euro ist zurückerobert. Der 200-Tage-Durchschnitt bei 5,65 Euro bleibt dagegen außer Reichweite – der Abstand beträgt minus 7,4 Prozent. Im Zwölfmonatsvergleich steht ein Minus von 23,6 Prozent. Der RSI von 59,7 signalisiert weder Überkauft- noch Überverkauft-Situation.
Die jüngste Kursentwicklung fällt in ein schwieriges Branchenumfeld. Der Verband der Chemischen Industrie meldete für das erste Quartal 2026 einen Rückgang der Pharmaproduktion um sechs Prozent zum Vorjahr. Hohe Kosten und unzureichende Kapazitätsauslastung belasten die Margen – auch bei Dienstleistern wie Evotec.
Geteilte Analystenfront
Die Einschätzungen der Experten klaffen auseinander. RBC Capital Markets bleibt bei „Outperform“ mit einem Kursziel von 10,00 Euro. Berenberg bekräftigt die Kaufempfehlung. Die Deutsche Bank zeigt sich mit „Hold“ und einem Ziel von 4,50 Euro deutlich zurückhaltender.
Mehr Klarheit erhoffen sich Anleger von der ordentlichen Hauptversammlung am 11. Juni in Hamburg. Zur Abstimmung steht unter anderem die Neubesetzung des Aufsichtsratsvorsitzes, für den Dieter Weinand vorgeschlagen ist. Die Versammlung dürfte zudem Details zur strategischen Ausrichtung der Wirkstoff-Pipeline und zur Cashflow-Planung nach der Platzierung der Wandelanleihe über 116,1 Millionen Euro liefern.
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