Evonik richtet seine strategische Forschung neu aus und bündelt sie in der neuen Einheit Innovation Factory, die künftig als unternehmerische Entwicklungseinheit agiert. Ziel ist es, technologische Durchbrüche deutlich schneller in industrielle Anwendungen zu überführen und damit die Zeitspanne von der Idee bis zur Markteinführung spürbar zu verkürzen.
Evonik-Aktie: Chemiekonzern will bei Forschung und Kommerzialisierung schneller werden
Die Innovation Factory ersetzt die bisherige Creavis und arbeitet mit einem klar definierten Anspruch: Innovation mit Tempo, Marktbezug und Anwendungsfokus. Jedes Programm soll innerhalb von durchschnittlich fünf Jahren so weit entwickelt sein, dass es in eine Business Line übergehen und in die Produktion starten kann.
Inhaltlich setzt Evonik auf kombinatorische Innovation, also die Verbindung eigener Kompetenzen mit externen Impulsen aus Wissenschaft, Start‑ups und Industrie. Besonders im Fokus stehen Technologien, in denen Evonik bereits heute stark ist und in denen Kunden dringend neue Lösungen benötigen.
Dazu gehören Rhamnolipide – umweltfreundliche Biotenside für Kosmetik und Reinigungsmittel – neue Biopolymere als Ersatz für fossile Rohstoffe sowie Anionen‑Austausch‑Membranen (AEM), die künftig eine Schlüsselrolle in der Wasserstoffwirtschaft spielen könnten.
Die Innovation Factory ist zudem Teil einer globalen Forschungsstrategie mit Standorten in Boston, Singapur und Shanghai. Diese sollen Evonik besseren Zugang zu neuen Technologien, Talenten und Innovationsökosystemen verschaffen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit stärken.
Evonik-Aktie profitiert von Schwäche der Konkurrenz in Asien
Die Evonik-Aktie lief am Montagmittag mit +0,12 % seitwärts. Auf 1-Monats-Sicht steht der Titel mit 13,3 % im Plus und performte damit besser als der Großteil des deutschen Aktienmarktes (Stand: 30.03.2026, 12:00 Uhr).
Evonik profitiert unter anderem davon, dass C4‑Chemikalien (petrochemische Basisstoffe) schon vor dem Iran-Krieg knapp waren und dieser die Knappheit nun weiter verschärft. Das unterstützt die Marktpreise. Gleichzeitig verschaffen sich europäische Chemiekonzerne gerade im Wettbewerb mit asiatischen Anbietern zusätzliche Kostenvorteile. Der Grund: Der Iran-Krieg treibt die Energie- und Logistikkosten in Asien noch stärker nach oben als in Europa.
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