Evonik-Aktionäre müssen sich beeilen. Nur noch bis Dienstag haben sie Zeit, sich für die diesjährige Dividende zu qualifizieren. Der Chemiekonzern schüttet 1,00 Euro je Aktie aus – der Ex-Tag ist der 4. Juni.
Bei 16,99 Euro notiert die Aktie am Montag knapp über ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 16,93 Euro. Der RSI von 79,9 deutet auf überkaufte Niveaus hin. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 27,55 Prozent zu Buche, auf Jahressicht aber ein Minus von knapp elf Prozent. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 19,36 Euro beträgt gut zwölf Prozent.
Die Dividendenrendite liegt damit bei rund sechs Prozent – ein starkes Signal für einkommensorientierte Anleger. Doch die operative Perspektive bleibt angespannt.
Das Umfeld für die deutsche Chemieindustrie ist herausfordernd. Branchenvertreter rechnen kurzfristig nicht mit einer Erholung, geopsychologische Unsicherheiten belasten die Stimmung. Evonik selbst hat sich dazu zuletzt bedeckt gehalten.
Analysten bleiben zurückhaltend
Deutsche Bank Research bewertet die Aktie mit „Hold“ und einem Kursziel von 16 Euro. Das liegt unter dem aktuellen Niveau. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 7,8 Milliarden Euro bleibt Evonik ein Schwergewicht im MDAX. Die Analysten sehen derzeit keinen klaren Kurstreiber, der ein höheres Rating rechtfertigen würde.
Am Mittwoch wird der Dividendenabschlag sichtbar – ein Mechanismus, der den Kurs um die ausgeschüttete Summe mindert. Ob der Markt diese Lücke schnell schließt, hängt von der allgemeinen Stimmung ab. Anzeichen für einen nachhaltigen Aufwärtstrend gibt es derzeit nicht, die technische Überkauftheit spricht eher für eine Verschnaufpause.
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