Evonik Aktie: Analysten heben Kursziele wegen BASF-Fantasie

Symbolbild, KI-generiert

Übernahmefantasie bewegt Evonik, doch formelle Gespräche fehlen; der Quartalsbericht am 3. November soll neue Einblicke liefern.

Auf einen Blick:
  • Evonik-Aktie legte um 4,0 Prozent zu
  • DZ Bank hob Kursziel auf 22 Euro
  • SPD schlug Landesbeteiligung zum Schutz der Eigenständigkeit vor
  • Quartalsbericht erscheint am 3. November

Die Spekulationen über die Zukunft von Evonik bestimmen das Geschehen rund um den Essener Spezialchemiekonzern. Vor gut einer Woche rückten Berichte über das Übernahmeinteresse von BASF in den Fokus, seither gewann das Papier 4,0 Prozent an Wert. Gestern schloss die Aktie bei 21,42 Euro.

Die Gemengelage ist vielschichtig, da eine Annäherung nicht allein von betriebswirtschaftlichen Kennziffern abhängt. Neben den Vorständen beider Unternehmen spielen die Eigentümerstrukturen eine zentrale Rolle. Zudem betonte Evonik, dass derzeit keine formellen Verhandlungen stattfinden.

Analysten justieren ihre Kursziele

Am 28. September hatte die DZ Bank ihre Einschätzung überarbeitet. Analyst Peter Spengler erhöhte den fairen Wert von 21 Euro auf 22 Euro und beließ das Votum auf „Kaufen“. Als wesentlichen Treiber für weiteres Kurspotenzial nannte er die entstandene Übernahmefantasie.

Politischer Gegenwind und Kontrollfragen

Parallel zum Kapitalmarkt meldeten sich politische und gewerkschaftliche Stimmen zu Wort. Die oppositionelle SPD im nordrhein-westfälischen Landtag schlug eine Landesbeteiligung vor, um die Eigenständigkeit des Unternehmens abzusichern.

Gewerkschaftschef Michael Vassiliadis von der IG BCE hinterfragte in einem internen Schreiben an die Betriebsräte die Vereinbarkeit eines Anteilsverkaufs mit den Stiftungszielen. Das Kuratorium der RAG-Stiftung hatte sich vor gut einer Woche zwar unterrichten lassen, eine Entscheidung über eine Offerte blieb jedoch aus.

Fokus auf den Quartalsbericht

Abseits der Eigentümerdebatte rückt das operative Tagesgeschäft in den Blickpunkt. Am 3. November veröffentlicht Evonik den Bericht für das dritte Quartal. Diese Zwischenbilanz wird Aufschluss darüber geben, wie sich das Geschäft in einem herausfordernden Marktumfeld behauptet. Anleger erhalten damit frische Fundamentaldaten, um die jüngsten Kursavancen einzuordnen.

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