Evonik hat im ersten Quartal mit operativen Zahlen überrascht, die über der eigenen Prognose lagen. Das kam in einem schwierigen Umfeld zustande, das von höheren Energie- und Rohstoffpreisen sowie Vorzieheffekten bei Kunden geprägt war. Genau darin liegt die Nachricht: Der Umsatz schrumpfte, die Ertragskraft hielt aber besser durch als erwartet.
Operativ robuster als gedacht
Der Umsatz sank auf 3,43 Milliarden Euro und lag damit 9 Prozent unter dem Vorjahreswert. Beim bereinigten EBITDA kam der Konzern auf 475 Millionen Euro und übertraf damit die eigene Planung von 450 Millionen Euro. Das Ergebnis lag zwar 15 Prozent unter dem Vorjahr, blieb aber klar im Zielkorridor.
Auch unter dem Strich zeigte sich das schwächere Umfeld. Der Nettogewinn fiel auf 125 Millionen Euro nach 233 Millionen Euro im Vorjahr. Der Free Cashflow erreichte 183 Millionen Euro und lag damit nur leicht unter dem Vorjahreswert.
Blick auf das Gesamtjahr
Für 2026 hält Evonik an der EBITDA-Spanne von 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro fest. Für das zweite Quartal stellt der Vorstand ein bereinigtes EBITDA von rund 550 Millionen Euro in Aussicht. Das entspräche einem Plus von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der Konzern setzt weiter auf spezialisierte Anwendungen. Ein Beispiel ist der Einsatz der Technologie bei der Entwicklung personalisierter Wirkstofffreisetzung mittels 3D-Druck.
Markt reagiert freundlich
Am Markt kam die Vorlage gut an. Die Aktie notiert bei 17,87 Euro und damit 2,00 Prozent höher als am Vortag. Seit Jahresbeginn hat der Titel 34,16 Prozent zugelegt, liegt aber noch 13,25 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch.
Auch Analysten sehen Rückenwind. Barclays stuft Evonik mit „Overweight“ ein und nennt ein Kursziel von 17 Euro. Begründet wurde das mit dem starken Quartal und dem positiven Ausblick. Die nächste ordentliche Hauptversammlung ist für Anfang Juni terminiert.
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