Der europäische Satellitenbetreiber Eutelsat treibt die Vermarktung seiner erdnahen OneWeb-Satellitenflotte im europäischen Markt voran. Gestern vereinbarte das Unternehmen mit dem portugiesischen Telekommunikationskonzern MEO einen Ausbau der Zusammenarbeit. Ziel der Kooperation ist es, die Konnektivitätsdienste über die OneWeb-Konstellation im erdnahen Orbit weiter in das bestehende Netz von MEO zu integrieren.
Bündelung mit Glasfaser und 5G
Im Rahmen der Vereinbarung bindet der portugiesische Netzbetreiber die Satellitenkapazitäten von Eutelsat an seine terrestrische Infrastruktur an. Konkret sollen die OneWeb-Dienste mit Glasfaser- und 5G-Netzen verknüpft werden.
Das Angebot richtet sich vor allem an Unternehmenskunden, öffentliche Verwaltungen, Kommunen sowie Betreiber kritischer Infrastrukturen, die auf ausfallsichere und breitbandige Übertragungswege angewiesen sind. Zu den finanziellen Bedingungen der Vereinbarung machten die beiden Partner keine Angaben.
Die Intensivierung der Partnerschaft folgt auf einen ersten Kooperationsvertrag, den beide Seiten am 23. September unterzeichnet hatten. Für Eutelsat markiert der Schritt einen weiteren Baustein, um die Dienste der OneWeb-Konstellation im operativen Geschäft europäischer Telekommunikationsanbieter zu verankern.
Technologietests im Schienenverkehr
Parallel zu den Vermarktungsschritten auf der iberischen Halbinsel überprüft Eutelsat neue Einsatzfelder für das OneWeb-Netz. Am 22. September schloss der Konzern einen ersten Konnektivitätstest auf einem aktiven Eisenbahnnetz in Polen ab. Dabei erprobten die Techniker die Datenübertragung unter Realbedingungen sowie das unterbrechungsfreie Umschalten zwischen Satellitenfunk und landgestützten Mobilfunktechnologien.
Solche Tests im Mobilitätssektor gelten als wichtig, um die Auslastung der Satellitenflotte abseits klassischer Festnetz-Ersatzlösungen zu steigern. Anleger honorieren die operativen Fortschritte an den Börsen bislang jedoch kaum. Am gestrigen Mittwoch schloss die Eutelsat-Aktie bei 1,61 Euro. Damit beträgt der Abstand zum 52-Wochen-Tief von 1,58 Euro lediglich 1,9 Prozent.
Zurückhaltende Einstufungen der Analysten
Auch auf Seiten der Analysehäuser dominiert nach den milliardenschweren Investitionen in die Satelliteninfrastruktur eine abwartende Haltung. Medienberichten zufolge hob das Analysehaus Stifel die Einstufung für das Papier am 17. September zwar von Sell auf Hold an. Zugleich reduzierten die Experten ihr Kursziel von 2,40 Euro auf 2,00 Euro. Damit signalisiert das Haus ein vorerst begrenztes Erholungspotenzial für die Aktie.
Eutelsat Communications-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Eutelsat Communications-Analyse vom 01. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Eutelsat Communications-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Eutelsat Communications-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 01. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Eutelsat Communications: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
