Eutelsat OneWeb steht in Indien vor dem Start seiner kommerziellen Satellitendienste, wartet dafür jedoch noch auf die entscheidenden behördlichen Freigaben. Rahul Vatts, Chief Regulatory Officer von Bharti Airtel, erklärte am Freitag die vollständige Einsatzbereitschaft der Infrastruktur.
Zudem seien alle geforderten Sicherheitsdemonstrationen erfolgreich absolviert worden. Dennoch kann der Dienst erst starten, wenn die indische Regierung die letzten Genehmigungen erteilt, zu denen insbesondere eine formelle Sicherheitsüberprüfung gehört.
Ausstehende Sicherheitsfreigaben in Indien
Die ausstehenden Beschlüsse der Behörden markieren die letzte Hürde vor der Aufnahme des Betriebs auf dem indischen Markt. Das von Bharti Airtel unterstützte Unternehmen setzt auf ein Satellitennetzwerk im erdnahen Orbit.
Die abgeschlossene Vorbereitung der technischen Systeme belegt zwar die Einsatzbereitschaft, doch ohne die behördliche Sicherheitsfreigabe bleibt der Marktstart blockiert. Für Eutelsat OneWeb bedeutet dies eine anhaltende Hängepartie bei der Expansion in Südasien.
Flottenerneuerung für das OneWeb-Netz
Parallel zu den Aktivitäten in Indien treibt Eutelsat die Erneuerung der eigenen Flotte voran. Vor rund zwei Wochen schloss Airbus Defence and Space die Fertigung der ersten 32 OneWeb-Ersatzsatelliten für den Konzern ab. Diese Einheiten werden derzeit für den Transport vorbereitet, bevor der geplante Start mit SpaceX folgt. Der Einsatz dieser Satelliten soll das bestehende Netzwerk im All absichern und die orbitale Kapazität stärken.
Langfristiger Kapazitätsvertrag in Nordafrika
Neben dem Ausbau der Breitbandflotte meldete das Unternehmen auch eine Fortführung im traditionellen Rundfunkbereich. Eutelsat erneuerte eine langfristige Vereinbarung über Satellitenkapazitäten mit Télédiffusion d’Algérie, dem nationalen Rundfunknetzbetreiber Algeriens.
Im Rahmen des Abkommens werden algerische Fernsehsender weiterhin über den Satelliten EUTELSAT 7 West A im Nahen Osten und Nordafrika ausgestrahlt. Zu den finanziellen Bedingungen der Vereinbarung machten die beteiligten Parteien keine Angaben.
Kursentwicklung an den Finanzmärkten
Die Verzögerungen und operativen Herausforderungen spiegeln sich in einer gedrückten Bewertung an der Börse wider. Vorbörslich notiert die Aktie bei 1,40 Euro, womit das Unternehmen auf eine Marktkapitalisierung von 1,66 Milliarden Euro kommt. Das Papier rangiert damit 3,4 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief. Für Anleger bleibt vor allem der Ausgang des indischen Prüfverfahrens ein zentraler Impulsgeber für die weitere Kursentwicklung.
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