Beim Satellitenbetreiber Eutelsat prallen derzeit operative Fortschritte im Netzbetrieb auf Verzögerungen beim Markteintritt in wichtigen Regionen. Während das Unternehmen seine Satellitenkonstellation OneWeb technisch weiter aufrüstet und in einzelnen Märkten kommerziell ausrollt, bremsen ausstehende Regierungsgenehmigungen den Beginn von Diensten in Indien. Für Anleger spiegelt sich diese Gemengelage in anhaltendem Bewertungsdruck wider.
Am Freitag schloss das Papier bei 1,39 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten summieren sich die Kursverluste damit auf 54 Prozent, womit der Börsenwert des Unternehmens bei 1,66 Milliarden Euro liegt.
Indien-Start wartet auf Behördenentscheidungen
Im indischen Markt steht das Unternehmen vor operativen Wartezeiten. Rahul Vatts, Chief Regulatory Officer beim Partner Bharti Airtel, erklärte, dass die technische Infrastruktur für Eutelsat OneWeb bereitstehe. Zudem verfüge das Unternehmen bereits über eine Lizenz sowie die Autorisierung durch die Raumfahrtbehörde IN-SPACe. Dennoch stehen weitere behördliche Schritte aus, bevor die Dienste für Kunden freigeschaltet werden können.
Auch Sunil Bharti Mittal, Chairman von Bharti Enterprises, verwies darauf, dass die Gruppe auf die ausstehenden Genehmigungen der indischen Regierung warte.
Nach Angaben des indischen Kommunikationsministeriums warten alle drei lizenzierten Betreiber, zu denen auch OneWeb zählt, auf Sicherheitsfreigaben und Vorgaben zur Frequenzzuteilung. Diese regulatorischen Abstimmungen verhindern vorerst, dass das weltraumgestützte Breitbandangebot in dem bevölkerungsreichen Markt an den Start gehen kann.
Operative Schritte in Afrika und Flottenerneuerung
Abseits des indischen Marktes treibt Eutelsat die kommerzielle Nutzung seiner Kapazitäten voran. In Namibia startete Paratus Namibia auf Basis einer mehrjährigen Vereinbarung mit Eutelsat den LEO-Satellitendienst von OneWeb für Privat- und Geschäftskunden.
Am Mittwoch verlängerte der Konzern zudem seine strategische Partnerschaft mit Télédiffusion d’Algérie, um die Satellitenkapazitäten für die algerische Fernsehverbreitung im Nahen Osten sowie in Nordafrika weiterhin bereitzustellen.
Ergänzt werden diese Vertriebsschritte durch Maßnahmen an der Satellitenflotte. Wie vor gut einer Woche bekannt wurde, stellte Airbus Defence and Space die ersten 32 neuen OneWeb-Satelliten für das Flottenerneuerungsprogramm fertig, die für einen Transport und den anschließenden Start mit SpaceX vorbereitet wurden. Seither verzeichnete die Aktie ein Minus von 10,5 Prozent.
Die Verbindung aus klassischem Rundfunkgeschäft und erdnahen Breitbandsatelliten bildet das Fundament der langfristigen Ausrichtung. Ob die erweiterten Kapazitäten den erhofften Ertrag bringen, hängt jedoch maßgeblich davon ab, wie zügig die verbleibenden Genehmigungsverfahren in Schlüsselregionen abgeschlossen werden.
Eutelsat Communications-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Eutelsat Communications-Analyse vom 11. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Eutelsat Communications-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Eutelsat Communications-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Eutelsat Communications: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
