Eutelsat hat am Donnerstag seine Finanzziele für die Geschäftsjahre 2026–27 und 2028–29 bestätigt. Bei der Vorlage der Quartalszahlen meldete das Unternehmen zugleich eine gegenläufige Entwicklung seiner Geschäfte: Während die Erlöse mit Satelliten in niedrigen Erdumlaufbahnen, kurz LEO, stiegen, ging der Umsatz im Videogeschäft zurück.
LEO wächst, Video verliert Umsatz
Der LEO-Umsatz legte im ersten Quartal 2026–27 nach Unternehmensangaben um 30,1 Prozent zu. Im Videogeschäft verzeichnete Eutelsat dagegen einen Rückgang um 17,8 Prozent.
Der gesamte Quartalsumsatz belief sich auf 286 Millionen Euro. Das entsprach einem Rückgang von 2,4 Prozent auf berichteter Basis; auf vergleichbarer Basis betrug das Minus 0,9 Prozent.
Die vier operativen Geschäftsfelder erzielten zusammen einen Umsatz von 278 Millionen Euro, auf vergleichbarer Basis ein Minus von 2,1 Prozent. Laut Reuters hatten Analysten im Durchschnitt mit 291 Millionen Euro gerechnet.
Die Aktie verlor am Freitag 9,0% und schloss bei 1,79 €. Reuters hatte die enttäuschende Umsatzentwicklung der operativen Geschäftsfelder als möglichen kurzfristigen Belastungsfaktor nach der Zahlenvorlage eingeordnet.
IRIS² geht in die Bauphase
Einen weiteren Schwerpunkt der Mitteilung vom Donnerstag bildete das europäische Satellitennetz IRIS². Nach Angaben von Eutelsat trat das Programm nach Erreichen des Meilensteins „First Rendez-Vous“ in die Bauphase ein. Im Auftragsbestand des Unternehmens waren demnach künftige baubezogene Programmumsätze von 8,9 Milliarden Euro enthalten.
Reuters berichtete außerdem über erwartete Erlöse aus kommerziellen Dienstleistungen von mehr als 10 Milliarden Euro zwischen 2032 und 2040. Diese Einnahmen soll Eutelsat aus seiner Rolle im IRIS²-Netzwerk der Europäischen Union erzielen.
Das Netzwerk soll 330 Satelliten umfassen. Die ersten Starts sind für 2029 vorgesehen, erste Dienste werden ab 2030 erwartet.
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