Eutelsat-Anleger brauchen derzeit starke Nerven. Nach einem rasanten Höhenflug im Frühjahr wendet sich das Blatt nun deutlich. Die Aktie des Satellitenbetreibers durchbricht eine charttechnische Unterstützung nach der anderen.
Wichtige Chart-Marke fällt
Der Titel rutschte zuletzt unter die psychologisch wichtige Marke von 2,16 Euro. Damit verliert ein Signal an Kraft, das Händler monatelang beobachteten. Inzwischen notiert das Papier mehr als zehn Prozent unter seinem 200-Tage-Durchschnitt.
Seit Ende Mai hat der Kurs massiv an Boden verloren. Mittlerweile liegt die Notierung über 50 Prozent unter ihrem Jahreshoch von 4,62 Euro. Indes signalisiert der Relative-Stärke-Index (RSI) mit einem Wert von 35,1 eine anhaltende Verkaufspanik. Der MACD-Trendindikator verbleibt ebenfalls tief im negativen Bereich.
Wachstumshoffnung gegen Währungsdruck
Operativ steckt der Konzern in einer Übergangsphase. Das Geschäft mit Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn (LEO) wuchs zuletzt um 50 Prozent. Diese Dynamik bildet den zentralen Pfeiler für die künftige Strategie des Unternehmens.
Allerdings bremsen externe Faktoren die Euphorie. Währungseffekte belasteten die Bilanz zuletzt mit 42 Millionen Euro. Dieser Gegenwind neutralisierte einen Teil der operativen Erfolge im Neugeschäft.
Seit dem 8. Juli befindet sich das Management in der Ruhephase. Das bedeutet: Bis zu den Jahreszahlen im August gibt es keine offiziellen Kommentare. Dann muss der Vorstand beweisen, ob die bestätigte Prognose hält und das LEO-Wachstum die Schwäche im klassischen Geschäft kompensiert.
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